Blogartikel, Titelbild, 19 Fachbegriffe, die du kennen solltest

19 wichtige Fachbegriffe rund um Blog und Website

Du kennst das bestimmt auch: Du liest einen Blogbeitrag, sprichst mit Deinem Grafiker oder Webdesigner und verstehst zwischendurch nur Bahnhof. Fachbegriffe fliegen Dir um die Ohren, die Du vielleicht schon mal gehört hast. Aber was genau dahintersteckt…? Dabei geht es gar nicht um „Beratersprech“ und Denglisch, sondern schlicht und einfach um Fachjargon. Deshalb habe ich eine Liste zusammengestellt, die Dir helfen soll, Dich etwas besser im Online- und Marketing-Dschungel zurechtzufinden.

Für eine bessere Übersicht habe ich die Fachbegriffe in Gruppen thematisch gesammelt.

Den Anfang macht die Suchmaschinenoptimierung/SEO. Über den Begriff „Keyword“ müssen wir sicher nicht mehr sprechen. Darum herum gibt es aber noch andere Elemente, die in Sachen SEO elementar sind und die ich Dir vorstellen möchte.

1. Meta Description

Sie wird u.a. auch Meta-Beschreibung oder Seiten-Beschreibung genannt (je nach Content Management System oder Baukasten). Es handelt sich um die kurze Beschreibung des Inhalts einer einzelnen Internetseite, die von den Suchmaschinen erfasst und in den Suchergebnissen als Text ausgespuckt wird.

Sie sollte aussagekräftig sein, damit Leser Lust bekommen, die Seite anzuklicken und sie sollte das Keyword enthalten, um ein gutes Ranking zu ermöglichen.

2. Seitentitel

Er wird auch Title-Tag oder Page-Title genannt und ist das, was Du bei einer Website im Browser oben auf dem Karteikarten-Reiter lesen kannst. Darüber hinaus wird auch der Seitentitel in den Suchergebnissen angezeigt und sollte den Suchenden einladen, die Seite anzuklicken.

3. Permalink

Das ist der Link, der zu einer Seite gehört. Der Permalink sollte das Keyword enthalten. Daraus folgt, dass er aus Text bestehen muss. Wenn Deine Homepage Dinge wie http://www.deineSeite.de/?page_id=12345 ausspuckt, dann solltest Du das beheben (lassen).

Das kryptische Anhängsel heißt query string und kann von Suchmaschinen zwar gelesen werden, wird aber im Ranking nicht positiv berücksichtigt. Nutzerfreundliche Suchergebnisse werden belohnt und dazu gehört eben auch ein ordentlich lesbarer Link.

Und so kann das dann aussehen:

Fachbegriffe im Online-Bereich. SEO optimiertes Snippet - Beispiel

 

4. ALT-Attribut

Es wird auch ALT-Tag oder ALT-Text genannt und bezieht sich auf eine alternative Bildbeschreibung. Bei den gängigen Content Management Systemen wie WordPress kannst Du für jedes hochgeladene Bild unter diesem Begriff eine passende Beschreibung angeben. Suchmaschinen können Bilder nämlich nicht „lesen“, weil sie keinen Inhalt haben – es sei denn, Du füllst das Feld mit dem ALT-Attribut aus 🙂

5. SERP

Das ist eine Abkürzung und steht für Search Engine Results Page (Suchmaschinen-Ergebnisseite) – also das, was wir angezeigt bekommen, wenn wir etwas googeln. Ganz korrekt ist das streng genommen nicht mehr, denn zu den SERPs zählen nur die organischen Suchergebnisse, nicht die bezahlten Anzeigen.

Wenn Du mehr zum Thema SEO wissen möchtest, empfehle ich Dir auch meinen Artikel über die Grundlagen der Onpage-SEO.

 

Die nächste Gruppe von Fachausdrücken dreht sich um Online-Marketing.

6. Call-to-action (CTA)

Hinter diesem Fachbegriff versteckt sich jede Handlungsaufforderung, die Du auf Deiner Website oder im Blog aussprichst. Das kann ein Button sein, auf dem „Jetzt buchen!“ steht, aber genauso ein Click-to-tweet-Element, der Hinweis darauf, den Newsletter zu abonnieren usw. Ziel ist es immer, den Leser oder Kunden zu einer bestimmten, von Dir gewünschten Handlung zu bewegen.

7. Konversion

Sie steht mit dem CTA in direktem Zusammenhang. Konversion heißt so viel wie Übertritt oder Umwandlung. Es geht darum, aus dem Leser z. B. einen Abonnenten oder Kunden zu machen, je nachdem, welche Handlung Du mit Hilfe eines CTA angestrebt hattest.

Die Konversionsrate zeigt Dir dann genau, wie viele Deiner Website-Besucher z. B. zu Käufern Deines Produkts werden. Wie sie sich genau berechnen lässt, kannst Du im Detail hier nachlesen.

8. Content Marketing

Einer der Fachbegriffe der Stunde … Hier geht es darum, potenziellen Kunden hochwertige und nützliche Inhalte anzubieten. Die Formate gehen von Blogs über Podcasts, Infografiken und Studien bis hin zu Videos. Wichtig ist nur: Der Inhalt (Content) muss einen Nutzen oder Mehrwert für die Konsumenten haben und zur Interaktion anregen. Warum sich eine Content Strategie auch für Solopreneure absolut lohnt, darüber habe ich hier mehr geschrieben.

9. Landing-Page

Das ist eine eigens eingerichtete Website, die den ausschließlichen Zweck hat, eine vorher definierte Konversion zu erreichen. Das kann z.B. die Buchung eines Seminars sein. Landing-Pages unterscheiden sich rein optisch von „normalen“ Webseiten dadurch, dass sie möglichst ablenkungsfrei gestaltet sind und nur auf eine einzige Handlung abzielen. Gelungene Beispiele findest Du in diesem Artikel der t3n.

10. Lead

Die Formulierung „Leads generieren“ gehört für mich im Moment zu denen, die ich am wenigsten leiden kann. Sprachlich ist das schrecklich. Aber ich kann Dir sagen, weshalb sie viele Experten im Online-Business nutzen: Die deutsche Übersetzung ist nicht besser bzw. komplizierter. Ein Lead ist ein potenzieller Neukunde, der Interesse an Deinem Angebot hat. Jemand, der sich also beispielsweise für Deinen Newsletter oder Deine Facebook-Challenge anmeldet, ist ein Lead.

11. Mobile first

Nein, das kommt nicht von Donald Trump, sondern mehr oder weniger von Google. Hier geht es darum, Internetseiten von vorneherein so zu gestalten, dass sie sich auch auf Smartphones optimal ansehen und nutzen lassen. Google, Bing usw. belohnen mobil-optimierte Seiten mit einem besseren Ranking. Der Grund: Die Nutzung von Smartphones nimmt immer mehr zu und läuft dem Desktop oder Notebook den Rang ab. Dem wollen die Suchmaschinen Rechnung tragen.

12. (Buyer-)Personas

Das sind Modelle von idealen Kunden, auch Wunschkunden genannt. Sie helfen Dir, Dich in den potenziellen Nutzer zu versetzen und durch dessen Augen auf Deine Texte oder Dein Design zu schauen. Du kannst von Deinem Wunschkunden einen richtigen Steckbrief anlegen, mit einem Namen, einem Gesicht, einem Werdegang und einem Privatleben.

Auch Ziele, Wünsche, Verhaltensweisen, Vorlieben und Erwartungen spielen eine wichtige Rolle. Warum der ganze Aufwand? Weil Du genau wissen musst, für wen Du etwas tust und was Du tun musst, um diese Person ganz gezielt ansprechen zu können.

13. Usability

Das ist die englische Bezeichnung für Benutzerfreundlichkeit. Eine Webseite muss heute vor allem schnell laden und übersichtlich gestaltet sein, weil Dein potenzieller Kunde sonst ganz schnell weiterklickt. Die Navigation muss klar und eindeutig sein, zentrale Aussagen müssen sich leicht erfassen lassen. Damit bezieht sich die Usability sowohl auf das Design, als auch auf die Programmierung und den Content.

In der dritten Gruppe der Fachbegriffe geht es rund um Texte/Content

Streng genommen ist die Überschrift nicht ganz richtig, denn zum Thema Content gehören nicht nur Texte, sondern auch Grafiken, Fotos, Videos, etc. Ich möchte unter dieser Rubrik alles sammeln, das sich rund um Inhalte dreht. Inhalt ist nämlich die Übersetzung von Content und spielt für die Suchmaschinen inzwischen eine ganz große Rolle. Das Vollstopfen mit Keywords bringt gar nichts mehr. Es zählen relevante Inhalte, also Dinge, die dem Leser einen Mehrwert bringen – so wie dieser Artikel zum Beispiel 😉

14. Headline

Das ist das englische Wort für Überschrift. Headlines haben zwei ganz wichtige Funktionen. Zum einen sind sie oft Deine einzige Chance, die Aufmerksamkeit von Interessenten im schnelllebigen Internet auf Dich zu ziehen. Deshalb sollten sie knackig und aussagekräftig sein. Zum anderen erfüllen sie eine wichtige Funktion in der SEO.

Jede einzelne Interseite, jeder Blogartikel braucht eine H1-Überschrift (die Haupt-Überschrift), in der Du auch das Keyword unterbringen solltest. Innerhalb des Textes gibst Du einer Seite dann noch mehr Struktur mithilfe von H2, H3 und weiteren Überschriften. Damit verbesserst Du die Leserfreundlichkeit und hältst die Suchmaschinen bei Laune.

15. Teaser

Das ist der kurze Einleitungstext, den Du aus jeder Zeitung kennst und der seinen Weg auch ins Bloggen gefunden hat. Der Teaser verbindet die Headline und den Haupttext (Copy) und soll den Leser mit kleinen Häppchen anfüttern, damit er auch den ganzen Text liest. Er muss Neugier wecken und soll sich nicht mit der Überschrift doppeln.

16. Subline/Zwischentitel

Hier geht es um die eben schon erwähnten Überschriften, die Deinen Text in gut lesbare Abschnitte unterteilen. Im Printbereich lockert das die Bleiwüsten optisch auf. Im Internet sollen sie dem Leser auch ermöglichen, einen Text zu überfliegen und wesentliche Inhalte bereits nur über die Zwischentitel zu erfassen.

Ganz hohe Kunst ist es, wenn Du es schaffst, mithilfe dieser kleinen Überschriften die ganze Geschichte in Kurzform zu erzählen.

17. Duplicate Content

Übersetzt sind das doppelte Inhalte und die hätte ich auch schon bei der SEO unterbringen können, weil sie für Dein Ranking tödlich sind. Doppelt bedeutet, dass Deine Inhalte schon an anderer Stelle wortwörtlich stehen. Ideen und Inspiration holen ist ok, Texte klauen nicht. Vom Verstoß gegen das Urheberrecht will ich gar nicht reden…

Aber auch auf legalen Wegen kannst Du Dir Probleme mit Duplicate Content einhandeln. Da wären zum einen Produktbeschreibungen vom Hersteller, die Du 1:1 übernimmst. Nutz lieber Deine eigenen Worte.

Zum anderen können falsche Einstellungen in der Website Probleme machen, beispielsweise wenn Suchmaschinen Deine Blogbeiträge zusätzlich im Archiv finden. Deshalb solltest Du Dein Archiv von der Indexierung für Suchmaschinen ausschließen.

18. Hashtag

Es geht um dieses Zeichen: #, die Raute. Der Name setzt sich aus der englischen Bezeichnung für das Raute-Zeichen (hash) und dem englischen Wort für Markierung (tag) zusammen. Hashtags sind sehr praktisch für Dein Online-Marketing, allerdings werden sie in den sozialen Netzwerken nicht überall gleich stark genutzt. Wenn Du Dich näher damit befassen möchtest, was Hashtags für Dich tun können, dann schau mal in diesen Blogpost.

19. Storytelling

Hier geht es darum, Geschichten zu erzählen. Der Inhalt Deiner „Geschichte“ muss den Leser fesseln, ihn neugierig machen und bestenfalls dazu bewegen, in irgendeiner Form zu interagieren. Das können Unterhaltungen in sozialen Netzwerken sein, das Liken Deines Beitrags, ein Retweet oder eine Empfehlung.

Wichtig ist, dass sich die Geschichte und die darin verpackte Botschaft bei Deinem Leser/Zuschauer/Zuhörer gut verankern. Ganz einfach ist das nicht, aber ich kann Dir in einem anderen, etwas längeren Beitrag die Grundlagen erklären.

So, das waren die 19 Fachbegriffe, die ich dir gern etwas näherbringen wollte. Gibt es andere, denen Du immer wieder begegnest und von denen Du gern wissen möchtest, was sich eigentlich dahinter verbirgt?

Dann schreib sie mir gern in die Kommentare. Ich bin gespannt. 🙂

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