11 Dinge, die ich äußerst selten von mir erzähle

Seit ziemlich genau 11 Jahren bin ich selbstständig und anlässlich der Blogparade von Birgit Schultz – Marketingzauber verrate ich heute 11 Fakten über mich, die ich sonst eher selten preisgebe. Ich bin nicht so die Schnackerin, wie man hier im Norden sagt. Ich höre lieber zu. Aber die folgenden Fakten will ich Dir nicht vorenthalten. Vielleicht haben wir ja das eine oder andere gemeinsam. Viel Vergnügen bei der Lektüre.

1. Mein erster Berufswunsch: Karla Kolumna

Ja, die rasende Reporterin hatte ihren Anteil daran, dass ich zunächst Journalistin geworden bin. Ich fand die Dame an sich zwar immer zu laut und zu schrill, aber ihr Job hat mich fasziniert.

Deshalb habe ich 1997 parallel zum Studium bei Hit Radio FFH in Gießen als freie Mitarbeiterin angefangen und bin nach dem Studienende in meine norddeutsche Heimat zum NDR gewechselt. Bohrinsel, Landwirtschaft, Politik … eine bunte Mischung und genau das richtige für einen so neugierigen Mensch wie mich.

Hinter die Kulissen zu blicken, Unternehmen und Menschen zu verstehen, ihre Geschichten zu erzählen. Das ist es, was ich bis heute mache. Allerdings nicht mehr im Auftrag der Medien, sondern schon seit 11 Jahren im Auftrag der Unternehmen. Irgendwie bin ich also immer noch ein wenig Karla Kolumna. Und ich kann mir gerade nichts Schöneres vorstellen.

2. Gönne ich mir: Mut zur Lücke

Man muss nicht alles können und auch nicht alles lernen wollen. Mut zur Lücke habe ich beim Tanzen, bei Handarbeiten und beim Malen/Zeichnen. Diese Dinge kann ich nicht und ich habe auch nicht vor, sie zu lernen, weil es mir einfach keinen Spaß macht. Dafür könnte ich in Nullkommanichts Hundehütten bauen, Wände tapezieren, Platinen löten und noch 1.000 andere Sachen. Das reicht mir völlig.

3. Großraumbüros? Nein danke.

Ich höre das Gras wachsen. Ehrlich, mein Gehör ist (gefühlt) fast so gut, wie das unseres Hundes. Gleichzeitig kostet es mich wahnsinnig viel Energie, Geräusche auszublenden. Deshalb war ich immer sehr dankbar für mein kleines NDR-Einzelbüro. Man kann KollegInnen ja auch besuchen gehen. 😉 Heute arbeite ich im Homeoffice oder vor Ort bei meinen Kundinnen und Kunden. Zuhause zu arbeiten, ist für mich perfekt. Stille. Ideal, um mich zu konzentrieren. Den Haushalt kann ich dabei (im Gegensatz zu Lärm) hervorragend ausblenden.

4. Struktur und Ordnung? Ja bitte.

Zwei Kinder und ein Hund. Bei uns liegt immer irgendwo Zeug herum. Im Laufe der Jahre habe ich mich daran gewöhnt. Wie es in den Kinderzimmern aussieht, ist mir egal. Aber im „Erwachsenen-Bereich“ brauche ich ein gewisses Maß an Ordnung und Struktur, um klar denken zu können. Vielleicht mag ich deshalb auch den skandinavischen Einrichtungsstil so gern. Klare Linien, ruhige Farben, helles Holz. Genau mein Ding.

5. Bücher wegwerfen? Undenkbar.

Ich liebe Bücher. Gedruckt. Aus Papier. E-Reader finde ich furchtbar. Da wir alle sehr gerne lesen, leihen wir den Großteil Teil unserer Literatur in der Bibliothek aus (in Hamburg heißt sie Bücherhalle). Zuhause stehen nur noch Lieblingsstücke, von denen wir uns nicht trennen mögen. Alle anderen Bücher habe ich verkauft oder verschenkt. Einfach ins Altpapier werfen? Das geht für mich nicht (siehe auch Punkt 10).

6. Meine Notizbuchsammlung? Riesig.

Auch wenn der PC und das Smartphone einen großen Teil in meinem Arbeitsleben einnehmen: Notizbücher sind trotzdem das Größte für mich. Ich habe große, kleine, dicke, dünne … und möglichst aus Recycling-Papier. Vieles bleibt durch das Schreiben einfach besser im Kopf hängen. Es bringt Dich unmittelbarer mit Dir selbst und Deinen Gedanken in Kontakt. Das klingt jetzt vielleicht etwas esoterisch, aber es ist wirklich so. Richtig gute Business-Ideen entstehen bei mir meistens durch handschriftliche Aufzeichnungen.

7. Muster? Tragen andere schon zur Genüge.

Ich besitze genau zwei gemusterte Kleidungsstücke: eine Bluse und ein Cocktail-Kleid. Und beide mag ich, trage sie so gut wie nie. Alle anderen gemusterten Teile habe ich schon vor Jahren verschenkt oder verkauft. Uni ist meins.

Man muss nicht das anziehen, was gerade in ist, sondern darf seinen eigenen Stil finden und ihm treu bleiben. Das sage ich meinen Kundinnen und Kunden übrigens auch immer. Allerdings bezogen auf ihre Texte und ihr Content-Marketing.

8. Mag ich gar nicht: Excel

Ich kenne drei Menschen, die Excel lieben und mit diesem Tabellengedöns super glücklich sind. Ich kann dem Programm bis heute nichts abgewinnen. Das fängt schon mit dieser (für meinen Geschmack) unästhetischen Oberfläche an. Zum Glück kann ich für meine Arbeit auf andere Programme zurückgreifen. Mein Redaktionsplan steht zum Beispiel in Trello. Deshalb brauche ich Excel nie. Und falls doch, weiß ich, wen ich um Hilfe bitten kann. 😉

9. Mag ich auch nicht: Zimmerpflanzen

Die einzige Topfpflanze, mit der ich es mehrere Jahre ausgehalten habe, war ein Ficus Benjamini, den ich zur Konfirmation geschenkt bekommen hatte. In fremden Wohnungen stören Pflanzen mich nicht. Aber in meiner eigenen? Irgendwie finde ich Blumenerde und diese Katzenstreu ähnlichen Kugeln und Kügelchen alle ziemlich eklig. Was sich da an Schimmelpizen tummelt …  Am liebsten mag ich Blumen im Garten oder auf der Wiese.

10. Nachhaltigkeit? Muss sein.

Verantwortungsbewusstes, auf die Zukunft ausgerichtetes Handeln im Sinne der Allgemeinheit – das verstehe ich unter Nachhaltigkeit. Politisch werden zwar einige Rahmenbedingungen geschaffen. Aber jeder einzelne von uns hat einen sehr großen Einfluss auf dieses Thema.

Brauche ich jedes Jahr ein neues Smartphone? Muss ich mir ständig neue Kleidung kaufen, bloß weil die Modeindustrie meint, mich mit 12 Kollektionen pro Jahr beglücken zu müssen? Ist es notwendig, im Supermarkt zwei Paprika in einen Plastiktüte zu stecken. Nachhaltigkeit fängt bei so vermeintlich kleinen Dingen an.

Was meine Arbeit betrifft, ist mir nachhaltiger Erfolg für meine Kundinnen und Kunden wichtig. Wenn meine Texte und Strategien langfristig wirken, bin ich glücklich und habe einen guten Job gemacht. Außerdem bemühe ich mich um ein weitgehend papierloses Büro und nutze meine Technik so lange, bis sie von selbst den Geist aufgibt – oder aber die Hardware mit der Software nicht mehr kann.

11. Internet? Fasziniert mich seit 1996.

Ich bin zwar noch nicht ganz so lange im Internet unterwegs wie Horst Seehofer, aber immerhin schon seit 1996. Die Disketten und CDs von AOL haben mich ein paar Jahre begleitet. Seitdem hat mich das World Wide Web nicht mehr losgelassen. Die Geschwindigkeit, in der sich die unsere Welt digitalisiert, fasziniert mich einfach.

Als typische Norddeutsche bin ich ziemlich hypefrei, würde ich sagen. Insofern springe ich längst nicht mehr auf alles Neue an. Dafür tut sich seit Anfang/Mitte der 2000er Jahre einfach zu viel im Internet.

Aber ich beobachte und ziehe daraus die entsprechenden Schlüsse für meinen privaten und beruflichen Umgang damit. Ich denke, jeder einzelne von uns kann die Digitalisierung verantwortungsbewusst mitgestalten und die Zukunft damit nachhaltig positiv beeinflussen (siehe Punkt 10).

Das waren sie, die „geheimen“ 11 Fakten über mich. Und vielleicht hast Du ja Lust, mir in einem Kommentar zu verraten, ob wir da etwas gemeinsam haben. Oder Du erzählst etwas von Dir, was Du sonst eher selten veröffentlichst.


Portrait Simone Maader, TExte, Content-Strategie, Content-PlanMoin! Ich bin Simone Maader und ein echtes Nordlicht. Ich schreibe leidenschaftlich gern Texte über das, was meinen Kundinnen und Kunden wichtig ist: ihre Marke, ihre Dienstleistungen, ihre Ideen und ihre Werte.

Da Inhalte einen Rahmen brauchen, erstelle ich auch Content-Strategien und Redaktionspläne / Content-Pläne. Mehr dazu erfährst Du auf meiner Website www.maader.de. Oder melde Dich für meinen monatlichen Newsletter an. Details findest Du hier: www.maader.de/newsletter.

(Foto: Stefanie Herrmann)

6 Kommentare

  1. Hallo Simone,

    spannend! Journalistin stand auch mal kurzfristig auf meiner Liste der Berufswünsche, aber das hat sich schnell wieder gelegt. Den Mut zu Lücken habe ich auch, allerdings ziemlich komplementär zu Deinen. :) Bei den Großraumbüros bin ich aber 100%ig bei Dir, auch wenn ich nicht so gut höre – da ist ein konzentriertes Arbeiten einfach nicht möglich. Bücher wegwerfen … ja, das ist ein Problem. Ich versuche auch, sie zu verschenken, aber wenn sie dann wirklich niemand will, dann gehen sie letztlich doch den Weg in den Papiercontainer. Auch mit Mustern geht es mir wie Dir – aber ich bin da nicht ganz so konsequent. Punkte und Karos gehen. Geblümt auf keinen Fall. Im Internet bin ich ebenfalls seit Anfang 1996 – und wie Du gelesen haben dürftest, immer ganz vorn dabei. Herzlichen Dank für den Link zu dem Seehofer-Artikel, den kannte ich noch nicht! Also – ein rundum gelungener Artikel von Dir – wenn Du meinem Nachnamen jetzt noch ein T zufügst, bin ich glücklich!

    Beste Grüße
    Birgit

    • Liebe Birgit,

      ich versinke im Boden. Einmal pro Jahr schreibe ich einen Namen falsch … Sollte also 2019 nicht mehr vorkommen. Ich hab’s korrigiert. :-) Danke für Deinen lieben Kommentar. Irgendwie beruhigt es mich immer, zu hören, dass ich mit der Abneigung gegen Großraumbüros nicht allein bin. Was gemusterte Kleidung angeht: Ich mag sie einfach nicht an mir. Auch keine Punkte und Streifen. Deshalb bin ich da so konsequent.

      Viele Grüße
      Simone

      PS: Du kannst bestimmt auch das Piepen und Knartzen eines Modems nachmachen, oder? Meine Kinder haben sich totgelacht, dass wir uns so ins Netz einwählen durften. :-)

  2. Ach Simone, du bist spitze! Ich danke dir für diesen wunderbaren, facettenreichen Einblick in dein Leben! Du wirst mir immer sympathischer. Notizbücher habe auch ich ohne Ende, auch meine akustische Wahrnehmung ist sensibel; in Sachen Nachhaltigkeit surfen wir ähnlich, & Excel find ich auch doof. Ach ja, neugierig bin ich ebenso, sehr! Alles Liebe zu dir, Carolin

    • Hallo Carolin,

      vielen Dank für Deinen lieben Kommentar! Wirklich erstaunlich, dass so viele Menschen in der heutigen „durchdigitalisierten“ Zeit so sehr an Notizbüchern hängen. Wobei, so wirklich erstaunt es mich nicht. Schreiben auf Papier hat eben doch einen ganz besonderen Zauber. :-)

      Liebe Grüße
      Simone

  3. Meike

    Liebe Simone, der Artikel hat mir beim lesen tatsächlich ein Schmunzeln ins Gesicht gezaubert. Besonders Punkt 6 und 8 teilen wir. Mein Notizbuch-Kontingent reicht gefühlt noch bis 2021 und Excel war auch nie mein Programm. Zum Glück gibt es heute anwenderfreundlichere Tools mit ähnlichen Funktionen. Sehr schön die ein oder andere unbekannte Seite an dir erfahren zu haben. Schönes Wochenende!

    • Liebe Meike,

      irgendwie ist es beruhigend, dass ich mit meinen Ticks nicht ganz allein bin … :D
      Und ich bin auch sehr froh, dass man in vielen Fällen um Excel herumkommt.
      Echte Tabellenkalkulation brauche ich für meinen Arbeitsalltag zum Glück nicht.

      Viele Grüße
      Simone

Diesen Beitrag kommentieren