Lohnt es sich, eine Facebook-Gruppe zu gründen? Was sind die Vorteile oder Nachteile?

Brauche ich eine eigene Facebook-Gruppe?

Diese Frage begleitet mich schon ein paar Monate. Ich bin selbst in einigen Gruppen Mitglied, habe dort tolle Kontakte geknüpft und vieles gelernt. Was ich nicht wollte, war noch eine zusätzliche Baustelle, um die ich mich intensiv kümmern muss. Trotzdem habe ich gestern Nägel mit Köpfen gemacht und meine eigene Facebook-Gruppe gegründet.

Seit gut einem Dreivierteljahr bin ich mit meiner Facebook-Seite sehr aktiv. Über diesen Weg erreichen mich immer wieder Fragen von Lesern, die ich natürlich sehr gern beantworte. Allerdings kommen diese Fragen entweder als Nachricht an meine Seite oder über den Messenger, also als private Nachricht an mich.

Der Grund, den ich dahinter vermute: Eine Facebook-Unternehmensseite ist komplett öffentlich. Alles, was dort geschrieben steht, kann also theoretisch wirklich jeder User von Facebook lesen. Wer will das schon?! Auch geschäftliche Aspekte können sehr in den persönlichen Bereich gehen. Gruppen sind da viel angenehmer.

Eine geschlossene Facebook-Gruppe bietet einen wunderbar geschützten Rahmen

Meine Erfahrung ist, dass in den geschlossenen Gruppen deshalb viel mehr Interaktion stattfindet. Dass die Gruppen in Bezug auf das Netzwerken viel besser geeignet sind als die Unternehmensseiten, hat Facebook auch erkannt und Mitte/Ende Juni den ersten „Facebook Communities Summit“ abgehalten. Sogar das Mission Statement wurde auf den verstärkten Gruppen-Gedanken hin angepasst:

„Give people the power to build community and bring the world closer together.”

Den Gruppen und ihren Administratoren hat Facebook nun viel mehr Möglichkeiten eingeräumt. Unter anderem kann ich jetzt einzelne Beiträge vorplanen (z. B. wöchentlich wiederkehrende Postings) – was für effizientes Arbeiten wirklich wichtig ist. Und falls sich ein Troll oder Spammer in eine Gruppe „verirrt“, so kann ich ihn blockieren und seine Postings löschen.

Es gelten feste Regeln – und wer sich nicht daran hält, ist raus

Dass in sozialen Netzwerken der Ton zum Teil sehr rau ist, ist ja bekannt. Wenn Du eine eigene Gruppe aufbaust, hast Du die Kontrolle darüber, wer Mitglied wird und wer nicht. Du stellst Deine eigenen Regeln auf und kannst Verstöße dagegen notfalls mit einem Ausschluss aus der Gruppe ahnden.

Gleichzeitig weißt Du so auch, dass Du eine Community hast, auf die Du Dich verlassen kannst und in der sich die Mitglieder gegenseitig wertschätzen, vertrauen und helfen.

Der Community-Gedanke in Verbindung mit den neuen Möglichkeiten für Administratoren hat mich überzeugt, genau jetzt mit meiner Gruppe loszulegen.

Mit den Content Masterminds unterstütze ich Coaches, Berater und Inhaber kleiner Dienstleistungsunternehmen, die ihre Kommunikation und das Content-Marketing nicht dem Zufall überlassen möchten. Es geht um Strategien, Tools, Tipps, Impulse, Probleme und Fragen zum Onlinebereich (Website, Blog, Social Media, Podcasts, Videos, …).

Ich habe es schon oft erlebt, dass durch den Austausch in einer Gruppe viele Prozesse in Gang gebracht werden – allein durch Anregungen von anderen Mitgliedern und den Support der Administratoren. Geh doch mal in Dich und überleg, ob eine eigene Facebook-Gruppe auch für Dein Geschäftsfeld eine wunderbare Ergänzung sein könnte.

Wenn Du Dein Content-Marketing pushen, Wissen und Ideen sammeln und Deine Erfahrungen weitergeben möchtest, dann freue ich mich, wenn Du ein Teil der Content Masterminds wirst.

Hilf mit, eine Community aufzubauen, in der gelernt, gedacht und gelacht wird – und lass Dein Business aufblühen.

2 Kommentare

  1. Oli

    Hallo Simone,
    den Artikel finde ich hsehr interessant, denn er trifft einen Nerv bei mir.
    Schon seit einiger Zeit geht es auf meiner FB-Unternehmensseite nicht wirklich voran und die Aktivität lässt zu wünschen übrig.
    Allerdings bin ich nicht im Coaching oder Ähnlichem aktiv, sondern mit einem Onlineshop für ein erklärungsbedürftiges Produkt. Da fehlt mir noch etwas die Phantasie (nur stumpf die Blogposts will ich da auch nicht raushauen) aber ganz klar auch die Zeit.
    Es gibt also Für und Wider – noch bin ich unentschlossen…
    Beste Grüße
    Oli

    • Hallo Oli,

      danke für Deinen Kommentar. Dass Du ein erklärungsbedürftiges Produkt hast, spricht aus meiner Sicht durchaus FÜR eine Gruppe. Dort hast Du viel mehr Möglichkeiten, mit deinen Followern ins Gespräch zu kommen, Vertrauen aufzubauen und Dich als Experte zu positionieren.

      Nun kenne ich Dein Produkt nicht, aber überleg Dir a) was Deine Kunden oder Follower im Zusammenhang mit Deinem Produkt bewegt und b) welche Ziele Du mit einer Gruppe erreichen möchtest. Wenn Du darüber Klarheit hast, machst Du Dir einen Plan für die Inhalte, mit denen Du Dein Ziel erreichen und Deine Follower begeistern kannst. Der zeitliche Aufwand ist nicht zu unterschätzen, aber er kann sich absolut lohnen.

      Herzliche Grüße
      Simone

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