Titelbild Blog - So klappt es mit den SEO-Texten

Gesucht und gefunden werden – Die Geschichte mit den SEO-Texten

Es gibt viele Tipps, was Du tun solltest, um in den Rankings der Suchmaschinen an vorderster Stelle gefunden zu werden. Kein Wunder, es gibt auch eine Menge Faktoren, die über Deine Position im Ranking entscheiden. Du kannst alles bis ins letzte Detail perfekt umgesetzt haben: Ein kleiner Denkfehler bei den SEO-Texten ruiniert im Zweifel trotzdem alles.

„Hallo Frau Maader, können Sie uns bei SEO-Texten unterstützen? Es geht um progressive Muskelrelaxation für Kinder. Wir haben auch schon die Keywords definiert, für die wir gefunden werden wollen.“ Die letzten sechs Wörter sind es, die den Unterschied machen. Niemanden interessiert es, wofür ein Unternehmen (oder in diesem Fall ein Therapeut) gefunden werden will.

Sinnvolle Keywords sind die, die Deine Kunden benutzen.

Wenn ich nach Tipps rund um Entspannung für Kinder suche, dann gebe ich sowas wie „Entspannung für Kinder“ oder „Entspannungstipps für Kinder“ oder „Entspannungsübungen für Kinder“ ein. Ganz sicher suche ich nicht „progressive Muskelrelaxation für Kinder“ oder ähnliches Fachchinesisch.

Wir stecken so tief in unserem Spezialgebiet, dass wir bei SEO-Texten schnell vergessen, dass unsere Kunden gar nicht mit unseren Worten suchen.

Dein Kunde hat in aller Regel irgendein Problem: ein überdrehtes Kind, Rettungsringe am Bauch, Stress mit dem Chef, ein undichtes Dach, eine veraltete Telefonanlage. Für dieses Problem sucht er eine Lösung – und zwar mit einfachen Worten, so wie er mit dem Nachbarn am Gartenzaun darüber plaudern würde.

Dabei ist es völlig egal, ob es einzelne Begriffe (Entspannung, Kinder), Suchphrasen (Entspannungübungen für Kinder) oder Sprachsuchen (Okay Google: Welche Entspannungsübungen gibt es für Kinder?) sind. Trotzdem lese ich immer wieder Texte wie diesen hier:

Herzlich willkommen auf meiner Homepage! Mein Spezialgebiet ist die progressive Muskelrelaxation. Dieses Verfahren befähigt Sie, eine tiefe Entspannung im Köper herzustellen.

Die drei (ausgedachten und typischen) Sätze sind auch sonst Murks, aber wir schauen jetzt nur auf die Suchmaschinenoptimierung und den Umgang mit dem Keyword. Weil es die Startseite ist, hast Du selbstverständlich den wichtigsten Begriff (progressive Muskelrelaxation) als Keyword festgelegt, es in Headline, Seitentitel, Metabeschreibung etc. untergebracht und wiederholst es auch noch ein paarmal im Text. Vom Prinzip her hast Du dann in Bezug auf Onpage-SEO einen guten Job gemacht.

Wenn Du jetzt „progressive Muskelrelaxation in was-weiß-ich-wo“ googelst, findest Du Dich vermutlich sehr weit oben im Ranking. Das hilft Dir nur nichts.

Deine Zielgruppe braucht zwar Dein Angebot, sucht aber eben nicht mit diesen Worten danach.

Wenn Du anschließend „Entspannung für Kinder in was-weiß-ich-wo“ googelst, ist Deine tolle Platzierung auf Seite 1 ziemlich sicher futsch. Da stehen dann die, die die Sprache ihrer Kunden sprechen, die sich mit deren Bedürfnissen auseinandergesetzt haben und ihr Angebot sprachlich der Zielgruppe anpassen.

Deshalb ist es auch so wichtig, sich immer wieder mit den Buyer Personas (den idealen Kunden) zu befassen. Versuch zu verstehen, wie Deine Kunden ticken, damit Du Deine Sprache in den sozialen Netzwerken, in Texten auf der Website und im Blog und eben auch die Suchmaschinenoptimierung entsprechend ausrichten kannst.

Es gibt unendlich viele Tools, die Dich bei der Suche nach brauchbaren Keywords unterstützen: vom Google AdWords Keyword Planner, über Unternehmen wie Sistrix bis zu Online-Tools wie Answer-the-public.

Ein ganz heißer Tipp ist aber immer noch das Zuhören.

Welche Worte benutzen Deine Kunden und Interessenten? Was beschäftigt sie? Welche Probleme sollst Du mit Deinem Angebot lösen? Welche Fragen stellen sie in Foren oder Online-Gruppen, z. B. auf Facebook oder XING?

Genau genommen ist es der Job von SEO-Texten, den Lesern zu gefallen und sie in ihrer Welt abzuholen.

Auf folgende Punkte kommt es deshalb auch noch an, wenn Du mit Deinem Content den Lesern eine Freude machen und in Suchmaschinen eine ordentliche Platzierung erreichen willst:

  • Schreib so lang wie nötig und so kurz wie möglich. Lange Texte sind toll, aber wenn das Thema nicht mehr erfordert, dann reichen auch 500 Wörter.
  • Nutz Synonyme Deiner Keywords und verwandte Begriffe. Die immer gleichen Phrasen werden schnell langweilig.
  • Gib dem Text eine gute, leserfreundliche Struktur. Auf Smartphones lesen sich Bleiwüsten sehr schlecht. Und die hast Du oft schon bei fünf oder sechs Zeilen am Desktop. Also: Auch kurze Absätze machen, Bulletpoints und Zwischenheadlines nutzen.

Und was ist jetzt mit der progressiven Muskelrelaxation? Ganz einfach: Die bleibt vor allem Fachsimpeleien mit Kollegen vorbehalten. 😊

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