6 Fehler, die Du in Bezug auf Deinen Content nicht machen solltest

Erfolgreich mit Content – geht das noch?

Content-Marketing kann auch bei bei Selbstständigen und KMU enorm zum Geschäftserfolg beitragen. Aber: Die Menge an Content, der ins Netz gespült wird, wächst rasant. Da stellt sich die Frage, wie Du Dich mit Deinen Inhalten durchsetzen kannst. Geht das überhaupt? Es geht – vorausgesetzt, Du machst die folgenden 6 Fehler nicht.

Gerade heute früh habe ich wieder einen Artikel über die großen Verluste der organischen Reichweite bei Facebook gelesen – also die Reichweite, die nicht durch bezahlte Werbung, sondern durch klassische Posts erzielt wird. Um rund 20 Prozent ist die Anzahl der Kommentare, Likes und Shares seit Januar 2017 eingebrochen.

Diese Studie von Buzzsumo macht auf den ersten Blick wenig Lust, sich noch mit organischer Reichweite und Facebook zu befassen. Und auch das Google-Ranking zu verbessern, wird nicht leichter, wenn immer mehr Seiten und Inhalte miteinander konkurrieren. Dennoch:

Die aktuelle Situation ist kein Grund, Content-Marketing zu vernachlässigen oder gar zugunsten von Werbung aufzugeben. Stattdessen brauchst Du einen professionellen Umgang damit.

Professionell bedeutet unter anderem, dass Dir die folgenden Fehler nicht unterlaufen:

Fehler 1 – Deine Inhalte sind nicht individuell

Einzigartig, unique … Ich kenne viele Leute, die sich die Haare raufen, wenn sie diese Begriffe hören. Weil sie Druck erzeugen. Bin ich einzigartig genug? Bin ich gut genug? Weiß ich genug, um darüber zu schreiben oder zu sprechen?

Auch wenn schon zu fast allem fast alles gesagt oder geschrieben worden ist, kannst Du Dich abheben. Wie? Indem Du klingst wie Du. Indem die Werte Deines Unternehmens erkennbar bleiben, indem Persönlichkeit durchschimmert.

Glattgebügelte, emotionslose, einfach nur sprachlich schöne Texte langweilen Leser zu Tode. Schreib, wie Du sprichst, sprich, wie du bist  – das ist einzigartig, weil es jeden Menschen nur einmal gibt und jedes kleine Unternehmen für sich etwas Besonderes ist.

Fehler 2 – Dein Content bietet keine Relevanz, keinen Mehrwert

Relevanz und Mehrwert sind auch so zwei schwierige Wörter. Was ist relevant? Und wer entscheidet über einen etwaigen Mehrwert? Ganz einfach: Deine Kunden. Relevant ist, was für sie von Bedeutung ist. Mehrwert erzeugst Du, wenn Du Deinen Kunden gibst, was sie sich wünschen.

Wir kaufen keine Produkte oder Dienstleistungen. Wir kaufen Lösungen, Ergebnisse, einen Nutzen.

Wenn Du zum Beispiel ein Reisebüro mit Reise-Blog hast, dann erwarte ich nicht sprachlich perfekte, aalglatte Formulierungen und durchgestylte Fotos.

Individuelle Tipps und Empfehlungen, persönliche Berichte und Einblicke, wie die Reise aussehen könnte – das sind Dinge, die mir über den Preis hinaus eine Orientierung geben, ob ich hier buchen möchte oder nicht.

Fehler 3 – Du hast keinen Plan

Veröffentlichst Du, wenn Du Zeit hast? Wenn Du gerade gute Ideen hast? Wenn Du eh gerade online bist? Dann wird es schwer. Wie ich schon sagte: Du konkurrierst mit unendlich vielen anderen, die ihre Fotos, Texte, Podcasts oder Videos veröffentlichen.

Deshalb empfehle ich meinen Kunden, unbedingt einen Redaktionsplan anzulegen. Der darf auch gern handschriftlich in einem Papierkalender festgehalten sein. Die Hauptsache ist, es gibt einen und Du arbeitest damit.

Überleg Dir feste Rubriken, sammele Themen, leg feste Tage für Veröffentlichungen fest und nutz die Möglichkeiten der Automatisierung. Langfristig wirst Du mit Deinem Content nur erfolgreich sein, wenn Du konsequent am Ball bleibst.

Mein Tipp: Achte auf die Statistiken und veröffentliche dann, wenn Deine Follower aktiv sind.

Das erhöht die Chancen, sie zu erreichen, ungemein. Es gibt diverse Tools und Analytics-Programme, die Statistiken liefern. Auch soziale Netzwerke haben diese Funktion meistens bei den Unternehmens-Accounts integriert. Richte Deinen Redaktionsplan danach aus.

Fehler 4 – Du glaubst, Content ist ein Synonym für Blog

Für Menschen, die nicht gern schreiben, ist es ein Alptraum, wenn sie bloggen sollen. Wie schön, dass das gar nicht mehr nötig ist. Ohne Frage: Ein Blog kann eine Menge in Sachen Sichtbarkeit und Ranking für Dich tun. Aber Podcasts, Videos und Social Media können das mindestens genauso gut.

Was am Ende der richtige Weg ist, hängt von Dir und Deiner Zielgruppe ab. #Content #Formate #Kanäle Klick um zu Tweeten

Übrigens: Die Studie von BuzzSumo hat ergeben, dass bei Facebook aktuell das beste Mittel gegen die sinkende Reichweite die Videos sind. Ob live oder aufgezeichnet: Mit Videos erreichst Du im Moment sehr viel.

Großartiges Equipment ist dazu nicht nötig. Gutes Licht (Softboxen oder großes Tageslichtlampen) und eine Webcam oder ein Smartphone mit guter Kamera genügen völlig. Wichtig ist nicht, wie Du aussiehst, sondern was Du zu sagen hast.

Fehler 5 – Deine Technik ist so 2006

Auch wenn ich gerade gesagt habe, dass keine großartige Technik nötig ist: Dein Auftritt muss zeitgemäß sein. Das gilt vor allem auch für die Website und das Blog. Ich bin immer wieder überrascht, wie viele Unternehmen ihre Website nicht für mobile Endgeräte optimiert haben. Responsive und mobile first sind die Stichworte.

Die meisten Newsletter, Blogs und Podcasts werden unterwegs gehört oder gelesen. Beim Sport, auf Reisen, in Bus und Bahn … Auch Internetseiten werden inzwischen eher mobil als am Desktop geöffnet.  

Eine Zeitlang (Ende der 90er) dachten wir ja alle, die Handys würden immer kleiner. Die heutigen Smartphones zeigen: Das Gegenteil ist der Fall. Mein Smartphone ist so groß, dass ich oft kaum weiß, wohin mit dem sperrigen Ding. Dafür steckt aber auch mein halbes Unternehmen darin.

Eine Website, bei der Kunden mobil eine Lupe brauchen, um sich zurechtzufinden, ist einfach nicht mehr tragbar. Gleiches gilt für Newsletter, die auf wirklich jedem Endgerät gut lesbar sein müssen.

Bleib also am Ball und setz auf zeitgemäße Technik. Sonst sind Deine Online-Aktivitäten für die Katz‘.

Fehler 6 – Du bist nicht mutig genug

Ich bin ein eher introvertierte Mensch und weder ein Socializer, noch stehe ich gerne im Mittelpunkt. Folglich musste ich mich ziemlich überwinden, in sozialen Netzwerken (verhältnismäßig) öffentlich zu werden.

An einem bestimmten Punkt war mir einfach klar, dass ich nicht nur als Ghostwriter für meine Kunden Social Media nutzen kann, sondern dort selbst mehr aktiv sein muss. Und was soll ich sagen? Ich lebe noch 😉

Spring ins kalte Wasser und mach einfach! Teste Formate wie Videos (trau Dich auch an Live-Videos heran), poste Bilder mit blicken hinter die Kulissen, probier Dinge einfach aus. Vieles ist im Content-Marketing Trial-and-Error.

Sei mutig, aber nicht planlos.

Wenn Du Dir die sechs genannten Punkte zu Herzen nimmst, hast Du gute Chancen, mit Deinem Business in der Content-Flut oben zu schwimmen.

Deine Mitbewerber, die das Thema Content-Marketing nicht professionell und strategisch angehen, werden es in Zukunft schwerer haben.

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2 Kommentare

  1. Liebe Simone, herzliche Grüße von der introvertierten Front 😉 Ich finde es super, dass du das Thema Individualität angesprochen hast. Es ärgert mich immer aufs Neue, wenn ich mit Kunden arbeite, die auf ihrer Webseite und auf ihrem Blog eine standartisierte – bloß-niemandem-auf-den-Schlips-treten-Tonalität – an den Tag legen.

    Dabei ist es doch gerade bei Content für die heute U-30-jährigen so erfrischend und ehrlich, wenn mal jemand „frei Schnauze“ schreibt. Dem nehme ich seine Meinung auch wirklich ernst.

    Grüße

    • Liebe Nadine,

      vielen Dank für Deinen Kommentar. Ich finde es auch erfrischender, wenn jemand „frei Schnauze“ schreibt, wie Du sagst. Allerdings bin ich schon deutlich Ü-30 😉 Ich glaube, das ist keine Frage des Alters, sondern der Persönlichkeit. Niemandem auf den Schlips treten zu wollen, ist meistens mit der Angst gekoppelt, im Netz angegriffen oder abgelehnt zu werden. Insofern brauchst es eine große Portion Selbstbewusstsein, sprachlich mit Ecken oder Kanten aufzutreten.

      Liebe Grüße
      Simone

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