Titelbild Blogartikel - Erfolgreich mit Content, klappt das noch?

Erfolgreich mit Content – geht das noch?

Content-Marketing kann auch bei bei Selbstständigen und KMU enorm zum Geschäftserfolg beitragen. Aber: Die Menge an Content, der ins Netz gespült wird, wächst rasant. Da stellt sich die Frage, wie Du Dich mit Deinen Inhalten durchsetzen kannst. Geht das überhaupt? Es geht – vorausgesetzt, Du machst die folgenden 6 Fehler nicht.

Die organische Reichweite auf Facebook befindet sich seit Jahren im freien Fall. Du erreichst oft nur noch einen Bruchteil Deiner Follower ohne Werbung. Auf LinkedIn und Instagram ist die organische Reichweite ebenfalls im Sinkflug, wenn auch nicht so drastisch wie auf Facebook.

Und das Google-Ranking zu verbessern, wird nicht leichter, wenn immer mehr Seiten und Inhalte miteinander konkurrieren. Dennoch:

Die aktuelle Situation ist kein Grund, Content-Marketing zu vernachlässigen.

Du musst auch nicht ständig Werbung schalten. Stattdessen brauchst Du einen professionellen Umgang mit Deinem Content. Professionell bedeutet unter anderem, dass Dir die folgenden Fehler nicht unterlaufen:

Fehler 1 – Deine Inhalte sind nicht individuell

Einzigartig, unique … Ich kenne viele Leute, die sich die Haare raufen, wenn sie diese Begriffe hören. Weil sie Druck erzeugen. Bin ich einzigartig genug? Bin ich gut genug? Weiß ich genug, um darüber zu schreiben oder zu sprechen?

Auch wenn schon zu fast allem fast alles gesagt oder geschrieben worden ist, kannst Du Dich abheben. Wie? Indem Du klingst wie Du. Indem die Werte Deines Unternehmens erkennbar bleiben, indem Persönlichkeit durchschimmert.

Glattgebügelte, emotionslose, einfach nur sprachlich schöne Texte langweilen Leser zu Tode. Schreib, wie Du sprichst, sprich, wie Du bist  – das ist einzigartig, weil es jeden Menschen nur einmal gibt und jedes kleine Unternehmen für sich etwas Besonderes ist.

Fehler 2 – Dein Content bietet keine Relevanz, keinen Mehrwert

Relevanz und Mehrwert sind auch so zwei schwierige Wörter. Was ist relevant? Und wer entscheidet über einen etwaigen Mehrwert? Ganz einfach: Deine Kund*innen. Relevant ist, was für sie von Bedeutung ist. Mehrwert erzeugst Du, wenn Du Deinen Kund*innen gibst, was sie sich wünschen.

Wir kaufen keine Produkte oder Dienstleistungen. Wir kaufen Lösungen, Ergebnisse, einen Nutzen.

Wenn Du zum Beispiel ein Reisebüro mit Reise-Blog hast, dann erwarte ich nicht sprachlich perfekte, aalglatte Formulierungen und durchgestylte Fotos.

Individuelle Tipps und Empfehlungen, persönliche Berichte und Einblicke, wie die Reise aussehen könnte – das sind Dinge, die mir über den Preis hinaus eine Orientierung geben, ob ich hier buchen möchte oder nicht.

Fehler 3 – Du hast keinen Plan

Veröffentlichst Du, wenn Du Zeit hast? Wenn Du gerade gute Ideen hast? Wenn Du eh gerade online bist? Dann wird es schwer. Wie ich schon sagte: Du konkurrierst mit unendlich vielen anderen, die ihre Fotos, Texte, Podcast-Episoden oder Videos veröffentlichen.

Deshalb empfehle ich meinen Kundinnen und Kunden, unbedingt einen Redaktionsplan anzulegen. Der darf auch gern handschriftlich in einem Papierkalender festgehalten sein. Die Hauptsache ist, es gibt einen und Du arbeitest damit.

Überleg Dir feste Rubriken, sammele Themen, leg feste Tage für Veröffentlichungen fest und nutz die Möglichkeiten der Automatisierung.

Langfristig wirst Du mit Deinem Content nur erfolgreich sein, wenn Du konsequent am Ball bleibst. Auch, wenn es nur kleine Schritte sind. Hauptsache, Du gibst nicht auf.

Mein Tipp: Achte auf die Statistiken und veröffentliche dann, wenn Deine Follower aktiv sind.

Das erhöht die Chancen, sie zu erreichen, ungemein. Es gibt diverse Tools und Analytics-Programme, die Statistiken liefern. Auch soziale Netzwerke haben diese Funktion meistens bei den Unternehmens-Accounts integriert. Richte Deinen Redaktionsplan danach aus.

Fehler 4 – Du glaubst, Content ist ein Synonym für Blog

Für Menschen, die nicht gern schreiben, ist es ein Alptraum, wenn sie bloggen sollen. Wie schön, dass das gar nicht mehr nötig ist. Ohne Frage: Ein Blog kann eine Menge in Sachen Sichtbarkeit und Ranking für Dich tun. Aber Podcasts, Videos und Social Media können das mindestens genauso gut.

Was am Ende der richtige Weg ist, hängt von Dir und Deiner Zielgruppe ab. #Content #Formate #Kanäle Klick um zu Tweeten

Übrigens: Videos sind immer noch ein super Mittel gegen sinkende Reichweite. Ob live oder aufgezeichnet:

Mit Videos erreichst Du sehr viel.

Großartiges Equipment ist dazu nicht nötig. Gutes Licht (Tageslicht am Fenster reicht oft) und eine Webcam oder ein Smartphone mit guter Kamera genügen völlig. Wichtig ist nicht, wie Du aussiehst, sondern was Du zu sagen hast.

Davon abgesehen kann Du mit Programmen wie Lumen 5 oder Adobe Spark auch ganz einfach Videos kreieren, auf denen Du gar nicht zu sehen bist.

Fehler 5 – Deine Technik ist sehr 2010

Auch wenn ich gerade gesagt habe, dass keine großartige Technik nötig ist: Dein Auftritt sollte zeitgemäß sein. Das gilt vor allem auch für die Website. Ich bin immer wieder überrascht, wie viele Unternehmen ihre Website nicht für mobile Endgeräte optimiert haben.

Internetseiten werden inzwischen eher mobil als am Desktop geöffnet – auch im B2B.  

Die meisten Newsletter, Blogs und Podcasts werden unterwegs gehört oder gelesen. Beim Sport, auf Reisen, in Bus und Bahn …

Eine Zeitlang (Ende der 90er) dachten wir ja alle, die Handys würden immer kleiner. Die heutigen Smartphones zeigen: Das Gegenteil ist der Fall. Mein Smartphone ist so groß, dass ich oft kaum weiß, wohin mit dem sperrigen Ding. Dafür steckt aber auch mein halbes Unternehmen darin.

Bleib also am Ball und setz auf zeitgemäße Technik. Sonst sind Deine Online-Aktivitäten für die Katz‘.

Fehler 6 – Du bist nicht mutig genug

Ich bin ein eher introvertierter Mensch und weder ein Socializer, noch stehe ich gerne im Mittelpunkt. Folglich musste ich mich ziemlich überwinden, in sozialen Netzwerken (verhältnismäßig) öffentlich zu werden.

An einem bestimmten Punkt war mir einfach klar, dass ich nicht nur als Ghostwriter für meine Kunden Social Media nutzen kann, sondern dort selbst mehr aktiv sein muss. Und was soll ich sagen? Ich lebe noch. ;-)

Spring ins kalte Wasser und mach einfach! Teste Formate wie Videos (trau Dich auch an Live-Videos heran), poste Bilder mit Blicken hinter die Kulissen, probier Dinge einfach aus. Vieles ist im Content-Marketing Trial-and-Error.

Sei mutig, aber nicht planlos.

Wenn Du Dir die sechs genannten Punkte zu Herzen nimmst, hast Du gute Chancen, mit Deinem Business in der Content-Flut oben zu schwimmen.

Deine Mitbewerber, die das Thema Content-Marketing nicht professionell und strategisch angehen, werden es in Zukunft schwerer haben.

(Dieser Artikel ist im September 2017 zuerst erschienen und im August 2020 habe ich ihn aktualisiert.)


Portrait Simone Maader, TExte, Content-Strategie, Content-PlanMoin! Ich bin Simone Maader, ein echtes Nordlicht und mein Credo ist #einfachbessererContent. Ich möchte, dass Du Deine Zielgruppe begeisterst, in Suchmaschinen gefunden wirst und die sozialen Netzwerke mit Freude, Leichtigkeit und vor allem erfolgreich nutzt.

Deshalb schreibe ich nicht nur Website-Texte, sondern berate oder begleite Selbstständige, Unternehmerinnen und Unternehmer 1:1 rund um Content-Strategie und Content-Planung. Details erfährst Du auf meiner Website: https://www.maader.de/leistungen/

2 Kommentare

  1. Liebe Simone, herzliche Grüße von der introvertierten Front ;) Ich finde es super, dass du das Thema Individualität angesprochen hast. Es ärgert mich immer aufs Neue, wenn ich mit Kunden arbeite, die auf ihrer Webseite und auf ihrem Blog eine standartisierte – bloß-niemandem-auf-den-Schlips-treten-Tonalität – an den Tag legen.

    Dabei ist es doch gerade bei Content für die heute U-30-jährigen so erfrischend und ehrlich, wenn mal jemand „frei Schnauze“ schreibt. Dem nehme ich seine Meinung auch wirklich ernst.

    Grüße

    • Liebe Nadine,

      vielen Dank für Deinen Kommentar. Ich finde es auch erfrischender, wenn jemand „frei Schnauze“ schreibt, wie Du sagst. Allerdings bin ich schon deutlich Ü-30 ;-) Ich glaube, das ist keine Frage des Alters, sondern der Persönlichkeit. Niemandem auf den Schlips treten zu wollen, ist meistens mit der Angst gekoppelt, im Netz angegriffen oder abgelehnt zu werden. Insofern brauchst es eine große Portion Selbstbewusstsein, sprachlich mit Ecken oder Kanten aufzutreten.

      Liebe Grüße
      Simone

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