Korrekturen leicht gemacht Tipps zum Korrigieren von Texten - Titelbild

Korrekturhilfe – So redigierst Du Deine Texte

Gmäeß eneir Sutide eneir elgnihcesn Uvinisterät ist es nchit witihcg, in wlecehr Rneflogheie die Bstachuebn in eneim Wrot snid. Wcthiig ist, dass der estre und der leztte Bstabchue an der ritihcegn Pstoiion snid. Da haben wir den Buchstabensalat. Aber was heißt das nun für Deine Texte? Kannst Du auf sorgfältige Korrekturen verzichten, weil das Gehirn ohnehin alles selbst verbessert? Lieber nicht. Das Problem: Eigene Texte zu korrigieren, ist gar nicht so einfach.

Deine Leser können Rechtschreibfehler zwar im Kopf verbessern, aber sie fallen ihnen trotzdem auf. Und falsche Grammatik? Die kann richtig peinlich sein. Texte, in denen gehäuft Rechtschreib- oder Grammatikfehler auftauchen, wirken hingeschludert und lieblos.

Im schlimmsten Fall vergraulen solche Texte dauerhaft Deine Leser.

Deshalb: Gönn Dir bei längeren Texten einen Lektor (oder zumindest ein Korrektorat durch ein zweites, kompetentes Augenpaar), damit Du sicher sein kannst, nicht unprofessionell zu wirken.

Oder würdest Du z. B. einen teuren Kurs bei jemandem buchen, dessen Geschenk zuvor ein E-Book voller Fehler gewesen ist? Es geht mir ausdrücklich nicht um kleine Vertipper. Das passiert jedem – auch mir, auch Lektoren oder anderen Sprach-Profis. Es geht um das Gesamtbild. Das sollte einen guten Eindruck beim Leser hinterlassen.

Nun engagiert man aber nicht für jeden Blogartikel oder ähnliche Texte einen Lektor. Du wirst also einige Korrekturen selbst übernehmen. Ich verrate Dir daher sieben erprobte Tricks und Tipps, wie Du zu einem guten Ergebnis kommst:

1. Ich empfehle Dir für längere Texte zwei Korrektur-Durchgänge

Einen machst Du am PC und anschließend einen am ausgedruckten Dokument. Beim Lesen auf Papier ermüden die Augen nicht so schnell und Du wirst letzte Fehler besser erkennen.

Für den Durchgang am PC kann es helfen, die Schriftart zu verändern. Wenn Du lange an einem Text gearbeitet hast, siehst Du Details oft nicht mehr. Profis geht das auch so. Eine optische Veränderung überlistet das Gehirn.

2. Mach eine kurze Bildschirmpause

Wenn es um kleine Beiträge (z. B. in sozialen Netzwerken) geht, mach eine kurze Pause, guck aus dem Fenster oder hol Dir einen Tee und schau danach wieder auf den Text. Meistens reicht das, um Tippfehler etc. zu erkennen. Am Bildschirm zu lesen ist anstrengend und Dein Kopf braucht unbedingt regelmäßig Zerstreuung. Pausen kannst Du übrigens gut mit dem Tomato-Timer einbauen.

3. Lies Dir Deine Texte laut vor

Wenn das machbar ist, ohne dass Du andere störst oder man Dich für verrückt hält, ist das laute Vorlesen ideal. Dabei wirst Du vor allem stilistische Mängel bemerken. Zu diesem Trick greife ich für Blogs besonders gern, weil das laute Vorlesen die Gedanken gut sortiert und der Text anschließend persönlicher, vertrauter und weniger gestelzt wirkt. Stell Dir dabei vor, Du würdest mit einem besonders netten Kunden sprechen.

Wir geben uns beim Schreiben oft große Mühe, besonders professionell und eloquent zu wirken. Dabei kommen leider eher sprerrige Texte heraus. Das laute Vorlesen entlarvt trockene Schriftsprache sehr schnell.

4. Lies Deinen Text Wort für Wort rückwärts

Noch eine Möglichkeit, um das Gehirn auszutricksen. Einfach beim letzten Wort beginnen und dann bis zum Anfang durchgehen. Hierbei liegt der Fokus nur auf der Rechtschreibung. Bei einem Buch ist das natürlich nicht so praktisch, aber für Blogs oder kurze Texte funktioniert diese Technik sehr gut.

5. Nimm Dir genug Zeit

Das gilt sowohl für das Korrigieren als auch für die einzelnen Korrekturgänge. Es ist sinnvoll, einen längeren Text mindestens einen Tag lang liegen zu lassen. Versuch also, diesen Punkt einzuplanen und nicht unter Zeitdruck zu schreiben.

6. Schlag auf oder schau online nach

Wenn Du Dir hinsichtlich der Schreibweise unsicher bist, greif zu einem aktuellen (!) Duden oder versuch online Dein Glück im Wörterbuch. Den fertigen Text überprüft der Duden außerdem auf Rechtschreibung, Grammatik und Zeichensetzung (ebenfalls online und kostenlos). Ein weiteres Online-Werkzeug, das ich gern unterstützend für Korrekturen nutze, ist der Spellchecker.

7. Sei nachsichtig mit Dir. Niemand ist perfekt

Auch Lektoren sind nicht unfehlbar. Mit dem einen oder anderen Fehler können Deine Leser leben und er macht Dich menschlich. Und jetzt: veil Eflorg beim Kogririeren!

Newsletter Texte und Content-Strategie Simone Maader Kommunikation

2 Kommentare

  1. Hallo Simone,

    danke für diese Tipps, die ich persönlich sehr gut finde. Denn die eigenen Texte für meine Blogartikel zu redigieren ist für mich manchmal eine große und herausfordernde Aufgabe.

    Beste Grüße. Ralph

    • Hallo Ralph,
      freut mich, dass Dir meine Korrektur-Tipps gefallen. Die eigenen Texte sind wirklich immer eine besondere Aufgabe …
      Mir rutscht auch immer mal wieder was durch – aber dann halte ich mich an Tipp 7. ;-)

      Viele Grüße
      Simone

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