Wie finde ich den passenden Webdesigner?

Du möchtest Deine Website erneuern oder hast Dich entschieden, zu bloggen – ein Webdesigner muss her. Bestenfalls hast Du in Deinem Netzwerk Menschen, die wirklich gute Erfahrungen gemacht haben und jemanden empfehlen können. Aber was, wenn nicht? Und überhaupt: Nach welchen Kriterien solltest Du einen Webdesigner oder eine Webdesignerin auswählen?

Als Texterin habe ich immer wieder mit Websites zu tun, die ihren Zweck nur begrenzt erfüllen: Text ist an ungünstigen Stellen vorgesehen, die Seite ist vollgestopft und unübersichtlich oder die Navigation ist verwirrend. Und ich spreche nicht von Websites, die jemand sich selbst zusammengebastelt hat. Da waren jedes Mal „Profis“ am Werk, die vielleicht an vieles gedacht haben, aber nicht an spätere SeitenbesucherInnen. Wie kannst Du nun ausschließen, dass Du auf die Nase fällst? Ganz einfach ist das tatsächlich nicht.

Die Berufsbezeichnung Webdesigner ist nicht geschützt

Jeder darf sich also Webdesigner nennen. Als Laie kannst Du schwer die Qualifikation überprüfen, wenn keine vorgeschrieben ist … Und nach der Optik von Referenz-Seiten zu gehen, die Dir als besonders hübsch oder gelungen erscheinen, ist auch nicht sinnvoll. Es geht nämlich um mehr, als nur um das Aussehen.

Bei einem gelungenen Internetauftritt kommt es auch auf diese Aspekte an:

  • Ist die Seite mit ihren Elementen so gestaltet, das Deine Besucher intuitiv navigieren und an den Stellen hängenbleiben, wo es für Dich wichtig ist? Nur weil eine Website hübsch aussieht, erreichst Du mit ihr noch lange nicht Deine Ziele.
  • Entscheidend ist auch die Programmierung an sich. Dieser Part ist besonders schwierig, weil es für Laien nun wirklich gar nichts gibt, woran sie merken, dass die Programmierung schlecht ist – höchstens daran, dass die Kunden ausbleiben oder das Ranking miserabel ist. Und das möchte man ja möglichst vorher ausschließen.

So trennst Du die Spreu vom Weizen

Es gibt zwei Möglichkeiten:

A. Du trennst die beiden Gewerke. Klar, dann brauchst Du gleich zwei ExpertInnen: für Design und für Programmierung. Aber es hat durchaus Vorteile, mit einem Team von SpezialistInnen zu arbeiten. Gerade bei umfangreichen, komplexen Websites empfehle ich immer, ein Team einzusetzen und nicht die Eierlegendewollmilchsau.

B. Du suchst nach Allroundern, die etwas von Design und Branding verstehen und sich auf ein CMS spezialisiert haben. Für kleine Websites und die Anforderungen von z. B. BeraterInnen oder kleineren Betrieben ist das oft passend und völlig ausreichend.

Wie findest Du nun entsprechende ExpertInnen?

1. Frag in Deinem Netzwerk und in Social-Media-Gruppen nach Empfehlungen. Das ist ein guter Schritt, um sich einen ersten Überblick zu verschaffen. Es ist nicht notwendig, dass Dein Webdesigner oder das Expertenteam an (D)einem Ort sitzt. Videokonferenzen funktionieren bestens. Ich arbeite im Zweifel lieber mit jemandem, der mehrere hundert Kilometer entfernt sitzt, dafür aber sein Handwerk versteht.

2. Schau Dir möglichst viele Websites von Designern, Programmierern und Webdesignern an. Durchforste Lebensläufe und Referenzen nach aussagekräftigen Informationen. Hat jemand sein Fach gelernt bzw. studiert, lebt derjenige davon oder wird es nur hobbymäßig umgesetzt?

Referenzen geben Hinweise auf Kompetenz, Kreativität und Erfahrung oder auch auf Schwerpunkte. Da Du am Design nicht die Content-Management-Systeme (CMS) wie Joomla, Contao, Typo3 und WordPress erkennst, sollten Website-Projekte in den Referenzen verständlich erklärt sein.

3. Prüf die angebotenen Leistungen. Welche Content-Management-Systeme bietet der Programmierer bzw. Webdesigner an? Jemand, der TYPO-3-Experte ist, wird Dir z. B. keine große Hilfe sein, wenn Du mit WordPress arbeiten möchtest. Und ein Designer, der sich auf Hochzeitsdesign spezialisiert hat, passt eher nicht, wenn es um Webdesign für industrielle Dienstleistungen geht.

Hellhörig werde ich, wenn jemand Programmierung, Design, Text, Social-Media-Werbung und womöglich noch Personal Branding anbietet (alles schon erlebt) …

4. Achte auf transparente Angebote. Sämtliche Leistungen sollten vorher zwischen Dir und dem Dienstleister besprochen und in einem Angebot klar und nachvollziehbar beschrieben werden. Bei Dumpingpreisen oder Knebelverträgen schrillen hoffentlich alle Alarmglocken … Ich empehle Dir, mehrere Angebote einzuholen und die Leistungen ganz in Ruhe zu vergleichen.

5. Hör auf Dein Bauchgefühl. Gerade im Dienstleistungsbereich ist es enorm wichtig, dass die Chemie stimmt und Dein Webdesigner zumindest annähernd Deine Werte teilt. Zum Glück bieten ganz viele Freelancer kostenlose Kennenlerngespräche an. So kannst Du wichtige Fragen für Dich klären: Passt es zwischenmenschlich? Wie steht derjenige zu Deinem Thema? Welche Einstellung vertritt der Webdesigner in Sachen Datenschutz?

Wenn Du Dein Gegenüber unsympathisch findest oder nicht genügend Vertrauen hast, lass lieber die Finger davon und such weiter. Es gibt ganz sicher jemanden, der genau zu Deinen Bedürfnissen passt.


Portrait Simone Maader, TExte, Content-Strategie, Content-PlanMoin! Ich bin Simone Maader und ein echtes Nordlicht. Ich schreibe leidenschaftlich gern Texte über das, was meinen Kundinnen und Kunden wichtig ist: ihre Marke, ihre Dienstleistungen, ihre Ideen und ihre Werte.

Und weil Inhalte einen Rahmen brauchen, erstelle ich auch Content-Strategien und Redaktionspläne / Content-Pläne. Details erfährst Du auf meiner Website www.maader.de.

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