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Wirksame Texte für die Homepage schreiben

Texte für das Internet kannst Du mit denen für Print nicht vergleichen. Das Lesen am Bildschirm strengt die Augen an und geschieht inzwischen oft mehr oder weniger nebenbei  – vor allem auf dem Smartphone. Daher brauchen Webtexte unter anderem eine besondere Struktur, damit der Leser bei Dir bleibt. Texte für das Internet folgen aber nicht alle denselben Regeln. In diesem Beitrag möchte ich Dir ausschließlich das Schreiben für Deine Homepage / Website näher bringen.

Ich erinnere mich noch an Zeiten, da waren Texte auf Websites meistens vor allem eines: von oben bis unten vollgestopft mit Keywords und Links. Zum Glück haben die Jungs und Mädels bei Google und den anderen Suchmaschinen im Laufe der Zeit begriffen, dass das für Kunden unendlich nervig und inhaltlich sinnlos ist. Damit hat sich der Anspruch an Texte im Netz deutlich gewandelt.

Inzwischen stehen die Qualität der Inhalte und der Nutzwert für die Besucher der Homepage / Website im Vordergrund.

Das führt mich auch schon zum ersten Aspekt, den Du unbedingt beim Schreiben berücksichtigen musst: Wer ist Dein Kunde? Vielleicht sagst Du jetzt „Mütter“. Ok, ich bin Mutter, aber meine Mutter ist auch Mutter – und wir sind in den seltensten Fällen in der gleichen Zielgruppe. ;-)

Mach Dir also ein glasklares, ganz konkretes Bild von Deinen Kunden. Männer oder Frauen, welches Alter, welche Interessen oder Hobbies und so weiter. Wenn Du den Begriff „Wunschkunde“ oder „Kunden-Avatar“ googelst, findest Du eine Menge hilfreicher Beiträge zu diesem Thema.

Wenn Du Deinen Wunschkunden vor Augen hast, sollte der Text Deiner Homepage erklären, wie Dein Produkt oder Deine Dienstleistung das Problem des Kunden löst.

Ganz praktisches Beispiel: Eine Berufsberatung kann ihre Kunden begrüßen mit „Herzlich willkommen! Wir beraten Sie umfassend und ausführlich, damit Sie mit der Frage der Berufswahl nicht allein sind.“

Oder die Berufsberatung schreibt: „Schön, dass Sie da sind – Jetzt geht es los! Ihr Schulabschluss ist greifbar nahe oder bereits in der Tasche. Aber wie soll es nun weitergehen?“ Anschließend folgt eine Beschreibung des Problems, das viele tausend Schulabgänger kennen – und die Lösung wird am Ende natürlich mitgeliefert: private Berufsberatung.

Vor allem kleine Unternehmen und Solopreneure scheuen sich oft, diesen Ansatz zu wählen. Ganz ehrlich? Ich kann das gut verstehen.

Irgendwie haben wir (ich nehme mich da nicht aus) immer das Bedürfnis, zu sagen, was wir alles können und wie toll wir sind, und dass die Kunden deshalb unbedingt bei uns kaufen müssen.

Aber jetzt stell Dir vor, Du bist Kunde und willst eine Dienstleistung buchen. Du vergleichst im Internet die Angebote und stellst fest: Drei Leute bieten das, was Du suchst. Preise und Angebot sind ähnlich. Dann entscheidest Du Dich (bewusst oder auch unbewusst) für denjenigen, der Dir sympathisch ist und dem Du zutraust, dass er oder sie Dein Problem löst.

Tipp 1 lautet daher: Definiere Deinen Wunschkunden.

Tipp 2: Greif im Text das Problem Deines Kunden auf und biete eine Lösung an.

Es ist also enorm wichtig, dass Du immer Deinen Kunden im Kopf hast, während Du schreibst. Damit erübrigt sich auch die Frage nach der Menge der Keywords. Suchmaschinenoptimierung (SEO) ist unglaublich wichtig, aber Deine Website ist nicht geschrieben für Algorithmen, sondern für Menschen. Und die sollen den Text gut und flüssig lesen können. Synonyme und verwandte Begriffe bringen Abwechslung in Deine „Schreibe“.

Tipp 3: Verwende Keywords so oft wie nötig, aber so wenig wie möglich.

Der andere Mensch, der neben dem Kunden auf der Website wichtig ist, bist Du selbst. Vor allem, wenn Du Produkte verkaufen willst, die nicht absolut einzigartig sind. Nehmen wir an, Du verkaufst Dekoartikel und Geschirr, sagen wir mal von großen, bekannten Herstellern aus Skandinavien.

Am Preis kannst Du begrenzt drehen, schließlich musst Du wirtschaftlich arbeiten. Wie also kannst Du Dich von Deinen Mitbewerbern abheben? Ganz einfach: Mit Deiner Persönlichkeit. Wie Du Dich selbst unverwechselbar machst, kannst Du in zwei anderen Blog-Beiträgen von mir detaillierter nachlesen: Thema Branding und Thema Persönlichkeit.

Tipp 4: Gib Persönliches von Dir preis, um Dich für potenzielle Kunden greifbarer und erlebbar zu machen.

So einmalig wie Deine Persönlichkeit sollten auch Deine Texte sein. Naja, ok, vielleicht ist das jetzt etwas übertrieben. Aber worauf ich hinaus will, ist der berüchtigte Duplicate Content, also Texte, die exakt genauso irgendwo anders im Netz stehen. Und ja, Google merkt das und bestraft es auch mit schlechtem Ranking.

Der Klassiker sind Produktbeschreibungen, die der Hersteller freundlicherweise mitliefert. Die solltest Du niemals 1:1 auf Deiner Homepage / Website übernehmen, sondern immer eine eigene Beschreibung verfassen.

Tipp 5: Mach nirgendwo Copy-and-paste, sondern schreib Deine ganz eigenen Texte.

Achte darauf, dass Du leicht verständlich schreibst. Aufgeblähte Sprache, Fachchinesisch, übermäßig viele Anglizismen, das ist für Deine Leser alles eher unerfreulich. Biete zum Beispiel für tiefer gehende oder technische Informationen lieber ein pdf zum Download an.

Du kannst auch eine extra Seite anlegen, die gar nicht in der Navigation auftauchen muss, sondern die via Link nur Leser bedient, die sehr viel mehr wissen wollen. Alle anderen sollten in wenigen, klar verständlichen Worten nachlesen können, welches Problem Du lösen kannst bzw. was Du verkaufst und wie sie Deine Kunden werden können.

Tipp 6: Fass Dich kurz, sei klar und eindeutig.

Der letzte wichtige Aspekt ist eine starke Gliederung – manch ein Lektor aus dem Printbereich würde es vielleicht zerfasert nennen. Aber das Schlimmste, was du Deinem Leser antun kannst, ist eine durchgehende Buchstabenwüste.

„Ich mache regelmäßig Absätze!“, wendest Du jetzt vielleicht ein. Aber sind Deine Absätze kurz genug? Vergleiche mal sechs Zeilen am großen Monitor mit demselben Text auf dem Smartphone … Leser und Suchmaschinen danken es Dir außerdem, wenn Du knackige Zwischenüberschriften wie H2, H3 etc. verwendest.

Auch mit einem Click-to-Tweet-Element kannst Du einen Text auflockern. Klick um zu Tweeten

Und fett geschriebene Worte, Aufzählungen mit Bulletpoints oder die Zitate-Funktion bei WordPress teilen einen Fließtext ebenfalls wunderbar ein.

Tipp 7 lautet daher: Gib Deinem Text eine leserfreundliche Struktur, damit Besucher ihn gut überfliegen können.

Puh, das war jetzt doch eine ganze Menge Input. Damit Du den Überblick behältst, kommt hier noch einmal eine Zusammenfassung aller sieben Tipps, die Du für Deine Texte auf der Homepage bzw. der Website beherzigen solltest:

  1. Definiere Deinen Wunschkunden.
  2. Greife im Text das Problem Deines Kunden auf und biete eine Lösung an.
  3. Verwende Keywords so oft wie nötig, aber so wenig wie möglich.
  4. Gib Persönliches von Dir preis, um Dich für potenzielle Kunden greifbarer und erlebbar zu machen.
  5. Mach nirgendwo Copy-and-paste, sondern schreib Deine ganz eigenen Texte.
  6. Fass Dich kurz, sei klar und eindeutig.
  7. Gib Deinem Text eine leserfreundliche Struktur, damit Besucher ihn gut überfliegen können.

Wenn Du Fragen zu dem einen oder anderen Punkt hast, stell sie mir gerne hier unten im Kommentarfeld oder gerne auch auf meiner Facebook-Seite. Ich nehme mir auf jeden Fall die Zeit, alles zu beantworten soweit mein Wissen reicht. :-)

Newsletter Texte und Content-Strategie Simone Maader Kommunikation

2 Kommentare

  1. Sehr schön geschriebener und hilfreicher Artikel. Dankeschön!

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