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Starke Headlines schreiben: Tipps für Deine Überschriften

Eine treue Blogleserin hat mir vor einigen Tagen eine E-Mail geschickt und mich gefragt, wie sie denn am besten ihre Headlines schreiben könne. Da das Thema sowieso auf meinem Redaktionsplan steht, habe ich es einfach vorgezogen und beantworte jetzt die Frage nach Tipps und Tricks rund um Überschriften ganz ausführlich.

Headlines sind unfassbar wichtig, denn der erste Eindruck entscheidet! Man geht davon aus, dass zwar 80 Prozent der Leser die Überschrift wahrnehmen, aber danach nur noch 20 Prozent den übrigen Text lesen. Du musst also mit wenigen Worten dafür sorgen, dass Dir niemand wegläuft.

Überschriften sind der erste Kontaktpunkt zu Deinem Leser

An welchen Stellen brauchst Du eine knackige, aussagekräftige  Headline? Bei Blogartikeln, Newslettern, als Betreff in der E-Mail und sogar eine Bildunterschrift (Caption) kann den Charakter einer Überschrift haben. Sinn und Zweck von Überschriften ist es, Deinen Leser zu packen und zu animieren, weiterzulesen. Hierfür hast Du unterschiedliche Möglichkeiten. Du kannst

  1. gezielt große Aufmerksamkeit erregen

(Diese 6 Tipps hat Dir garantiert noch kein Blogger gegeben),

  1. eine spezielle Zielgruppe ansprechen

(Die perfekte Website für Karriere-Coaches),

  1. Neuigkeiten ankündigen

(Das werden die Social-Media-Trends 2018),

  1. nützliche Informationen geben

(Mit diesen 6 Tipps hast Du nie wieder Chaos im Büro),

  1. eine freche Frage stellen

(Willst Du auch nicht bei Google auf Seite 1 stehen?),

  1. Deine Leser zu einer Handlung auffordern

(Hol Dir jetzt Deinen persönlichen Blogger-Leitfaden),

  1. etwas erklären

(Wie Du mit knackigen Headlines Aufmerksamkeit erregst),

  1. ein Geheimnis lüften

(So habe ich die Anzahl meiner Follower verdreifacht),

  1. einen guten Grund für etwas liefern

(5 Gründe, warum Du als Solopreneur bloggen solltest),

  1. ein Problem ansprechen und die Lösung gleich mitliefern

(Deine Facebook-Anzeigen laufen nicht? Ich zeige Dir, wie es klappt)

  1. oder Verbesserungen aufzeigen

(So kannst Du mit … schneller, erfolgreicher, gesünder, schöner werden).

Was ist noch wichtig? Die Schriftart muss gut lesbar sein und Du solltest Deine Leser auch nicht mit Großbuchstaben „anschreien“. Bei E-Mails kann das außerdem dazu führen, dass Deine Post im Spam-Ordner landet.

Schreib Headlines so kurz wie möglich und so lang wie nötig. #Texter #Tipp Klick um zu Tweeten

Mehr lässt sich über die ideale Länge nicht sagen. Mein Blogtext aus der vergangenen Woche hatte eine der längsten Headlines, die ich je geschrieben habe und hat super performt. Andere waren sehr kurz, haben aber genauso gut funktioniert. Das ist also ganz individuell und hängt auch vom Thema ab.

Lediglich für die Betreffzeilen in E-Mails solltest Du Dir merken, dass derzeit 30 bis 40 Zeichen ideal sind, weil dann der komplette Betreff auf Smartphones auch hochkant zu lesen ist. Keep it short and simple.

Wird die Überschrift als erstes oder als letztes geschrieben?

Tja, die einen sagen so, die anderen so. ;-) Wie Du vorgehst, musst Du tatsächlich selbst entscheiden. Manche Menschen tun sich schwer damit, direkt und knackig in einen Text einzusteigen. Sie sortieren lieber beim Schreiben die Gedanken und präzisieren sie dabei. Dann ist es leichter, Überschriften am Ende anzugehen.

Ich wiederum gehöre zu denen, die mehr oder weniger den gesamten Text schon im Kopf haben und direkt loslegen können. Deshalb schreibe ich meine Headline immer gleich zu Beginn. Es kommt auch nur selten vor, dass ich sie noch einmal umschmeiße.

Du musst also selbst herausfinden, was für Dich am besten funktioniert. Noch ein Tipp, falls Du Dich mit Überschriften schwertust: Schreib mehrere Versionen auf (auch 10 oder mehr) und optimiere sie immer weiter, bis Dich irgendwann die ideale Headline anlacht.

Was soll der Inhalt einer Überschrift sein?

Der Kerngedanke Deines Textes und das entsprechende Keyword gehören in die Headline. Außerdem sollte sie präzise zum Inhalt hinführen. Wenn Du die Erwartungen Deiner Leser enttäuschst, sind sie ganz schnell weg – und es ist fraglich, ob sie Dir später noch einmal ihr Vertrauen und ihre Zeit schenken. Außerdem bestrafen Suchmaschinen hohe Absprungraten.

Davon abgesehen solltest Du immer im Blick haben, für was sich Dein Wunschkunde interessiert und nach welchen Worten oder Formulierungen derjenige bei Google sucht.

Aber woher weißt Du, was tatsächlich funktioniert? Es gibt mehrere Möglichkeiten. A/B-Tests sind zum Beispiel für Newsletter sehr praktisch. Du kannst auch mit unterschiedlichen Headlines in Deinen sozialen Netzwerken spielen und schauen, was wo gut funktioniert.

Wenn Du herausgefunden hast, was Deine Leser mögen, sollte Dich das aber nicht dazu verleiten, ab jetzt grundsätzlich alle Headlines immer nach Schema F zu formulieren. Dann wird es langweilig. Sorg für Abwechslung.

Wie sind Deine Erfahrungen mit dem Schreiben von Überschriften? Hast Du auch Tipps und Tricks? Dann erzähl doch gern in den Kommentaren davon.

Newsletter Texte und Content-Strategie Simone Maader Kommunikation orange

6 Kommentare

  1. Liebe Simone,

    das Thema Überschriften ist meiner Meinung nach wirklich sehr wichtig. Ich habe schon viel damit experimentiert. Von ganz langen Überschriften bis zu kurzen.

    Inzwischen nehme ich Überschriften für meine Blog-Artikel, die genau meinem Suchwort entsprechen, z. B. „Gut Schlafen trotz Schmerzen“. Das hat zur Folge, dass der Artikel bei google schneller gut rankt.

    Für die Newsletter oder Verkaufsseiten sind die Überschriften länger

    Herzliche Grüße
    Barbara

    • Liebe Barbara,

      vielen Dank für Deinen Kommentar. Experimentieren ist immer gut ;-) Man muss einfach auch ein bißchen ausprobieren, was funktioniert. Sind es einzelne Keywords oder Longtail-Keywords? Was spricht die potenziellen Leser an, was die Suchmaschinen?

      Klasse, dass Du für Dich einen Weg gefunden hast!

      Herzliche Grüße
      Simone

  2. Liebe Simone,

    ich kann mich einfach nur bedanken für diesen super hilfreichen Artikel. Heutzutage, wo die Aufmerksamkeitsspanne vieler Menschen sehr gering ist (oh … Moment… ein Katzenvideo… bin gleich wieder… und weg), ist es umso wichtiger die Menschen mit den richtigen Worten zu fesseln bzw. zu begeistern.

    Vielen Dank also für die Tipps!

    Beste Grüße,
    Gerd

    • Lieber Gerd,

      vielen Dank für Deinen Kommentar bzw. für Dein Feedback.
      Es freut mich, dass ich Deine Aufmerksamkeit bekommen habe und der Artikel hilfreich für Dich gewesen ist.
      Vieles wird in der Tat nur so nebenbei konsumiert. Und wenn dann die Ansprache nicht stimmt, sind die Leser leider weg.

      Herzliche Grüße
      Simone

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