Hashtags erfolgreich nutzen in Social Media - Blogartikel Titelbild

Was Du über Hashtags wissen solltest

Du hast es sicher schon x-mal gesehen, das Hashtag. Der Name setzt sich aus der englischen Bezeichnung für das Raute-Zeichen # (hash) und dem englischen Wort für Markierung (tag) zusammen. Wenn Du wissen möchtest, wie auch Du Hashtags erfolgreich für Dein Business einsetzen kannst, lies jetzt weiter. 

Zunächst stellt sich die Frage, wie ein Hashtag ganz praktisch aussieht. Die Möglichkeiten sind zum Glück vielfältig. Entscheidend ist, dass es sich um eine durchgehende Zeichenfolge handelt. Hashtags könnten zum Beispiel so aussehen:

#ContentTipp oder #contenttipp

Ob Groß- oder Kleinbuchstaben ist also egal. Ich würde zum einen aus Gründen der Lesbarkeit immer individuell entscheiden und – um bei diesem Beispiel zu bleiben – hier die erste Variante nehmen.

Zum anderen machst Du mit den Großbuchstaben das Hashtag barrierefrei, denn Vorleseprogramm erkennen dann jedes Wort einzeln. Deshalb schreibe ich inzwischen (wenn ich es nicht aus alter Gewohnheit vergesse) bei meinem Brand-Hashtag immer #EinfachBessererContent

Wie gesagt: Es geht darum, es Deinen Followern leicht zu machen, Dein Hashtag schnell und richtig zu erfassen. Bei der Suche nach dem entsprechenden Schlagwort werden aber beide Schreibweisen gefunden.

Und was ist mit Zahlen im Hashtag? Geht auch, kein Problem. Du könntest also beispielsweise #EM2020 oder auch #Euro2021 posten. Was nicht funktioniert, sind Zahlen allein, Punkte, Kommas, Doppelpunkte oder sonstige Zeichen (einzige Ausnahme: der Unterstrich _ ) und Leerzeichen funktionieren natürlich auch nicht.

Was können Hashtags konkret für Dich tun?

Du kannst auf Dein Thema mit einem Hashtag in Nullkommanichts aufmerksam machen und so mit anderen in Kontakt kommen, die das gleiche Thema bewegt oder interessiert.

Wenn Du vom Branchentreffen Dumdideldum twitterst, ermöglicht Dir ein #dumdideldum, Informationen in Echtzeit zu verbreiten. Du bist also nicht nur unglaublich schnell, sondern erreichst auch und vor allem genau die Menschen, die sich ebenfalls für Dumdideldum interessieren.

Mit #Hashtags kannst Du Trends aufgreifen, Themen setzen und mit Gleichgesinnten interagieren. Klick um zu Tweeten

Übrigens nutzen große Marken Hashtags auch außerhalb der sozialen Netzwerke (unter anderem auf Werbeplakaten), um gezielt Begriffe zu etablieren und so Informationen zu verbreiten.

Wenn Du also ein knackiges Schlagwort hast, das für Dich oder Deine Marke steht, kannst Du es zusammen mit der Raute fast überall zu Marketingzwecken nutzen.

In welchen Sozialen Netzwerken kannst Du sie einsetzen?

1. Twitter

Wenn Du bei Twitter in das Suche-Feld #ContentMarketing eingibst, werden Dir zunächst Accounts mit diesem Schlagwort angezeigt. Dann folgen aktuelle Tweets, die dieses Hashtag beinhalten.

Die Suche kannst Du bei Bedarf auf bestimmte Personenkreise einschränken. Da wären unter anderem Personen, denen Du folgst oder Personen in Deiner Nähe. Du kannst aber auch gezielt nach Fotos oder Videos suchen.

An welche Position innerhalb eines Tweets Du Hashtags setzt, ist zunächst egal.  Möglich ist es zu Beginn, mittig oder auch ganz am Ende.

Was allerdings auf Twitter nicht gut ankommt, sind Tweets mit massenhaften Hashtags. Das sieht nicht schön aus, zudem bleibt meist die wesentliche Information auf der Strecke. Ich würde mich – je nach Länge und Thema – auf maximal drei #Hashtags beschränken.

2. Instagram

Hier wiederum sind Hashtags fextrem wichtig. Und nirgendwo dürfen so viele gesetzt werden: Bis zu 30 Stück erlaubt Instagram derzeit seinen Nutzern, und der Kreativität sind dabei keine Grenzen gesetzt.

Erlaubt ist, was gefällt … Der #tbt, der throw-back-thursday ist zum Beispiel sehr beliebt – also alte Bilder, die dann mit dem dazugehörigen Hashtag donnerstags gepostet werden.

Und keine Sorge: Wenn dort etwas mit „porn“-Hashtags versehen wird, drücken die Nutzer damit lediglich aus, wie großartig das Veröffentlichte ist. Gern genommen ist #foodporn.

Da Instagramn auf den Einsatz von Hashtags ausgerichtet ist, lassen sich damit  schnell Gleichgesinnte oder potenzielle Kunden finden und ansprechen.

Du kannst super nach Hashtags suchen, und ähnlich wie Google schlägt Dir Instagram sogar verwandte Suchen und Schlagworte vor. Seit einiger Zeit ist es sogar möglich, Hashtags zu abonnieren.

Was die Menge der Hashtags betrifft: Instagram erlaubt zwar bis zu 30 Stück, überleg aber ob Du tatsächlich so viele benötigst. Bevor Du auf Krampf ganz viele einbaust:

Es reichen drei bis fünf Hashtags aus, die Du am Ende Deines Textes, am Anfang oder mitten im Text unterbringst.

Entscheidend ist die inhaltliche Relevanz, nicht die Menge. Diese Ansage kam im Frühsommer 2020 sogar direkt von Instagram. Und: Bleib – sofern Du nur auf Deutsch postest – bei deutschsprachigen Hashtags, auch wenn im Englischen vieles irgendwie cooler klingt.

3. Facebook

Bei Facebook war es bisher (Stand Juli 2020) nicht notwendig, Hashtags zu posten, weil man damit nichts anfangen konnte. Sie ließen sich nicht auswerten, Du konntest nicht gezielt danach suchen und wenn, dann waren die Suchergebnisse Kraut und Rüben. Das ändert sich jetzt!

Deshalb empfehle ich Dir, ab sofort auch auf Facebook auf Hashtags zu setzen.

Facebook-Guru Mari Smith empfiehlt, drei bis fünf Hashtags pro Post zu nutzen. Aber selbstverständlich kannst Du auch experimentieren und viel mehr einfügen.

Ich selbst nutze #BloggersTag, um den entsprechenden Donnerstags-Post auf meiner Facebook-Seite zu promoten und werde meinen Brand-Hashtag #EinfachBessererContent in Zukunft in meinen Posts verwenden.

Also: Keine Scheu! Spring auf den Zug auf und etablier die # auch in Deinen Facebook-Beiträgen. Tipp: Du kannst sie auch naträglich in Deine erfolgreichsten Posts der vergangenen Wochen oder Monate einfügen.

4. Pinterest

Ich mach’s kurz: Vergiss es. Pinterest hat über die Jahre immer wieder mit Hashtags experimentiert. Seit Sommer 2020 kannst Du weder mobil in der App, noch in der Desktopansicht danach suchen. Sie werden derzeit einfach nicht unterstützt.

5. YouTube

Wenn Du ein Video hochlädst, hast Du die Möglichkeit, Hashtags in der Beschreibung und auch im Titel Deines Videos unterzubringen. Als User kannst Du in der Suche Hashtags recherchieren oder bei einem Video auf eines klicken und so andere Videos finden, die dem gleichen Thema zugeordnet sind.

Die Hashtag-Suchergebnisse zeigt YouTube in chronologischer Reihenfolge an. Sehr angenehm und hilfreich!

Allerdings solltest Du das Motto „Klasse statt Masse“ folgen. Sonst wird es unangenehm. Wenn ein Video mehr als 15 Hashtags hat, ignoriert YouTube alle Hashtags für dieses Video.

Und solltest Du noch deutlich mehr verwenden, dann droht YouTube sogar damit, Dein Video aus Deinen Uploads oder aus den Suchergebnissen zu entfernen.

Konzentrier Dich hier also auf ein paar wenige, aber wirklich relevante Begriffe.

6. LinkedIn

Der Wandel von der internationalen Kontaktsammlung zum sozialen Netzwerk ist in vollem Gang. Nicht ohne Grund spricht LinkedIn inzwischen von Deiner „beruflichen Community“. Entsprechend professionell ist der Einsatz von Hashtags geregelt.

Du solltest sie deshalb unbedingt in Deinen Beiträgen nutzen. Sie helfen anderen User*innen, thematisch passende Beiträge zu finden, denn Du kannst nach Hashtags gezielt suchen und ihnen sogar folgen. Daraus entsteht sehr oft fachlicher Austausch (und nicht selten neue Kontakte).

Was die Menge betrifft, macht LinkedIn keine Vorgaben. Sinnvoll sollten sie sein und zum Thema passen. Aber das versteht sich eigentlich von selbst … Auch bei der Platzierung bist Du frei: Du kannst Deine Hashtags ans Ende eines Beitrags setzen oder mitten im Text unterbringen. Was ich sehr mag: Hashtags funktionieren bei LinkedIn auch in Kommentaren.

Alles ist möglich und erlaubt. Du kannst mithilfe der Raute Deine Reichweite und Sichtbarkeit in Deiner Zielgruppe auf LinkedIn deutlich erhöhen.

 

Fazit:

Hashtags sind im Netz fast überall Standard geworden. Nutz sie für Dein Online-Marketing und werde damit noch ein Stück sichtbarer. Wenn Du eigene (Branded Hashtags) etablieren möchtest, sorg dafür, dass diese leicht zu merken und relevant für Deine Inhalte sind. Über Deinen Namen als Hashtag wirst Du z. B. zu Beginn wenig Erfolg haben. Aber ein knackiger „Spruch“ mit # versehen, funktioniert sehr gut.

 

PS: Diesen Artikel habe ich im Oktober 2016 zum ersten Mal veröffentlicht und ihn seitdem regelmäßig aktualisiert. Derzeitiger Stand: August 2020)


Portrait Simone Maader, TExte, Content-Strategie, Content-PlanMoin! Ich bin Simone Maader, ein echtes Nordlicht und mein Credo ist #EinfachBessererContent. Ich möchte, dass Du Deine Zielgruppe begeisterst, in Suchmaschinen gefunden wirst und die sozialen Netzwerke mit Freude, Leichtigkeit und vor allem erfolgreich nutzt.

Deshalb schreibe ich nicht nur Website-Texte, sondern berate oder begleite Selbstständige, Unternehmerinnen und Unternehmer 1:1 rund um Content-Strategie und Content-Planung. Details erfährst Du auf meiner Website: https://www.maader.de/leistungen/

2 Kommentare

  1. Danke für diesen informativen und klar aufgebauten Beitrag!

Diesen Beitrag kommentieren