Kein Erfolg trotz Redaktionsplan - Titelbild Blogartikel

Warum Dein Redaktionsplan keinen Erfolg bringt

Da hast Du es endlich geschafft, Deine Themen für Facebook, Twitter, Instagram, Blog oder Podcast zu planen. Hast ein Tool gefunden, mit dem Du gut arbeiten kannst. Hast Dir ewig den Kopf zerbrochen, wie Du möglichst viel Mehrwert liefern kannst. Und dann lässt der Erfolg auf sich warten. Deine Beiträge werden kaum geteilt oder gelikt und von Konversion wollen wir erst gar nicht sprechen. Was ist da schiefgelaufen?

Wenn Du mein Blog schon eine Weile liest, dann weißt Du, dass ich empfehle, unbedingt einen Redaktionsplan zu erstellen. Erfolgreiche Kommunikation braucht einen guten Plan. Das ist allerdings nur die halbe Wahrheit.

Um mit einem Redaktionsplan Erfolg zu haben, brauchst Du auch eine Strategie.

Strategien fallen leider nicht vom Himmel. Auf dem Weg stehen ein paar Hürden, die überwunden werden möchten.

1. Hürde: die Positionierung

Kannst Du mit wenigen Worten sagen, wofür Du stehst? Ich zum Beispiel stärke als PR-Texterin bei Unternehmern und Selbstständigen das Bewusstsein für die Macht der Worte und unterstütze sie dabei, Botschaften so zu formulieren und zu verbreiten, dass sie bei der gewünschten Dialoggruppe auch wirklich ankommen.

Wenn Du Schwierigkeiten hast, Dein Business und dessen Nutzen kurz und knapp zu beschreiben, dann ist das meistens ein Zeichen für eine schwache Positionierung. Es ist ganz wichtig, hier anzusetzen, denn wenn Du schon nicht weißt, für was Du wahrgenommen werden möchtest, wie sollen es dann die anderen wissen? Mission und Vision (Dein „Warum“) spielen dabei eine große Rolle.

2. Hürde: die Dialoggruppen

Das sind die Menschen, die Du ansprechen möchtest, beispielsweise Bestandskunden oder Interessenten. Vielleicht willst Du aber auch potenzielle Mitarbeiter oder Journalisten auf Dich aufmerksam machen oder Kooperationspartner gewinnen. Nicht jeder Content aus Deinem Redaktionsplan passt zu jeder Dialoggruppe. Je nach Position in der Customer Journey brauchen auch die potenziellen Kunden unterschiedlichen Content.

Das gilt es zu berücksichtigen, wenn Du Deinen Redaktionsplan erstellst.

Von den Dialoggruppen hängen zudem die Ziele ab, die Du mit Deinen Beiträgen verfolgst. Überleg Dir also: Für wen ist es, was braucht die Person und wie bekomme ich das mit meinen Zielen unter einen Hut.

3. Hürde: die Ziele

Wenn ich nach Zielen frage, lautet die mit Abstand häufigste Antwort: „Mehr Kunden!“. Und Erfolg ist meist gleichbedeutend mit „mehr Umsatz“. Das ist zwar per se nicht falsch, reicht aber nicht. Es gibt eine Menge anderer Ziele, die Du mit Deinem Content erreichen könntest. Dazu gehören kurzfristige Ziele wie höhere Reichweite oder mehr Follower.

Viel wichtiger ist es aber, die langfristigen Ziele im Blick zu haben: Vertrauen, Reputation, Community-Aufbau, das Etablieren eigener Kanäle (z. B. Blog, Podcast), tragfähige Kundenbeziehungen, gutes Ranking in den Suchmaschinen und vieles mehr. Du siehst bei diesen Zielen nicht so sofort Ergebnisse, insofern brauchst Du auch Geduld, was den Erfolg Deines Redaktionsplans angeht.

Manchmal mangelt es aber nicht an Zielen sondern an der Umsetzung. Wenn Du zu denen gehörst, die sich Ziele setzen und diese nicht oder selten erreichen, lies meinen Blogartikel zu diesem Thema. Dort setze ich mich beispielsweise mit Aspekten wie „smarten“ Zielen und dem Umgang mit Bedenkenträgern auseinander. Außerdem rate ich Dir, Ziele unbedingt aufzuschreiben.

4. Hürde: das Corporate Design

Sieht bei Dir alles ein wenig aus wie Kraut und Rüben? Wenn Du Schriften und Farben für Deine Website festgelegt hast, dann nutz diese auch für Deine Blogartikel und für Social-Media-Grafiken. Bei den Massen an Bildern, die an uns vorbeirasen, ist es wichtig, dass Du Deinem Corporate Design treu bleibst.

Und: Fotos aus Datenbanken (Stockbilder) sind völlig okay. Achte nur darauf, nicht gerade die zu nutzen, die ständig irgendwo auftauchen. Finde Deine eigene Handschrift. Canva leistet in dieser Hinsicht gute Dienste, Crello auch – letzteres ist etwas weniger intuitiv. Es lohnt sich aber, sich in beides „einzufuchsen“. Wenn Du dazu keine Lust hast, ist es besser, grafische Arbeiten an eine Assistenz auszulagern.

Falls Du unsicher bist, was bei Deinen Followern gut ankommt: Stell doch mal mehrere Designs in sozialen Netzwerken zur Abstimmung und lass Deine Dialoggruppen entscheiden. Auf Facebook hast Du damit meiner Erfahrung nach am ehesten Erfolg.

5. Hürde: die Sprache

Du erreichst Deine Dialoggruppen nur, wenn Du ihre Sprache(n) sprichst. Wie ticken die Menschen, die Du erreichen möchtest? Welche Worte nutzen sie? Welcher Stil, welcher Tonfall ist gefragt? Deine Corporate Language ist ja nur eine Seite der Münze. Die andere Seite bildet die Ansprache der jeweiligen Zielgruppe ab.

Du kannst noch so tolle Inhalte verbreiten: Wenn Du die entscheidenden Menschen verfehlst, verpufft Dein Content und bleibt wirkungslos. Deshalb ist es auch so wichtig, die Dialoggruppen weiter herunterzubrechen. Die Hauptrolle spielt dabei der ideale Kunde, der Wunschkunde.  Dabei geht es nicht um Phantastereien, sondern um eine handfeste Definition, die sich an echten Kunden orientiert. Und diese Menschen sprechen eine eigene Sprache. Deshalb: Denk wie ein Verleger, der seine Inhalte vom Design über das Format bis zu einzelnen Worten auf seine Leserschaft anpasst.

Wenn Du diese fünf Hürden erfolgreich genommen hast, steht dem Erfolg Deines Redaktionsplans (und Deines Contents) nichts mehr im Weg.

Wenn es aber an der einen oder anderen Stelle hakt, dann unterstütze ich Dich gerne: Von der Content-Strategie bis zum Aufbau Deines Redaktionsplans bist Du bei mir in besten Händen.

Newsletter Texte und Content-Strategie Simone Maader Kommunikation

2 Kommentare

  1. Liebe Simone, danke für die wertvollen Impusle! Mir fällt es auch oft schwer mich an meinen aufgestellten Plan zu halten.

    • Liebe Lisa,

      wie schön, dass ich Dich mit diesem Artikel unterstützen konnte.
      Danke für Dein Feedback und viel Erfolg mit Deinem Redaktionsplan.
      Der ist wirklich wichtig – und wenn er nicht funktioniert, ist es besser, den Fehler zu finden als ihn „einzustampfen“. :-)

      Herzliche Grüße
      Simone

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